Greenfield 2026 – Bericht

 

Mittwoch

Es ist Mittwochmittag und ich fahre schon Richtung Interlaken. Die letzten Jahre hatte ich etwas Pech mit dem Verkehr und daher wollte ich dieses Jahr “früh” losfahren.

Der Verkehr ist heute die ganze Zeit flüssig und daher komme ich relativ zeitig in Interlaken an und ich kann noch kurz im Coop beim Ost Bahnhof einkaufen gehen.

Ich rufe meinen Wochenend-Host an und kläre kurz, ob irgendein spezifisches Bier gekauft werden soll, oder ob “Bier” alleine reicht.

Während ich telefoniere, steht ein Tourist zu den Einkaufswagen und versucht mit seinem Handy den Wagen zu befreien. ich gucke dem Treiben kurz zu und stecke ihm dann einen Jeton zu, damit er den Einkaufswagen nutzen kann. Der Touri bedankt sich und wir gehen beide unseres Weges.

Nachdem ich meinen einkauf getätigt habe und auch noch Blumen für nen nachfolgenden Besuch am Kiosk geholt habe, sehe ich, wie der Tourist von eben aus dem Geschäft rausgeht. Drum prüfe ich kurz bei den Einkaufswagen, ob eventuell mein Jeton noch da ist und tada, ich kann diesen wieder einstecken.

Der Tag fängt schon mal gut an.

 

Da Meier, seine Wohnung nutzen wir als Greenfield WG, noch arbeiten muss und ich wirklich viel zu früh da bin, fahre ich noch kurz die Eltern meines ehemaligen mit-Azubi mürggu besuchen. Als ich vor deren Haus stehe und klingle, macht leider niemand die Türe auf. Daher geh ich zur Einliegerwohnung und will die Blumen der Grossmutter, die da wohnt, abgeben. Und dann öffnen mir die Eltern selbst die Tür. Sie sind nämlich umgezogen, vom grossen Haus in die kleinere Wohnung.

Ich freu mich tierisch und erkläre kurz, dass ich mich gerne selbst zum Kaffee einladen würde und werde herzlich empfangen. Dann bleibe ich fast 2h hier und geniesse es, sich über alte zeiten zu unterhalten. In dieser Zeit kommen auch mal kurz mürggu und seine frau vorbei, die kurz etwas irritiert sind, mich hier zu sehen. Exgüse, da ich davon ausging, dass eh noch niemand Zeit für mich hat, hab ich mich auch nirgendwo angemeldet.

Die zwei machen sich aber bald schon auf den Weg Richtung Festival Gelände, während ich mich auf den Weg mache zu Meier, um meinen WG-Schlafplatz einzurichten.

Wir plaudern etwas, beschliessen, dass wir noch keinen Hunger haben und machen uns dann gemütlich auf den Weg Richtung Festival.

Nur um direkt wieder auf mürggu und seine Frau zu treffen, die anscheinend noch anstehen durften, um in die Partyzone eingelassen zu werden, weil sie so früh da waren. 😊 Ich musste etwas lachen, weil wir noch gewitzelt haben, dass wenn wir dann auch kommen, die zwei schon wieder heim gehen. was auch bald darauf geschah… höhö

Wir treffen immer wieder irgendwelche Leute, die wir kennen oder uns bekannt vorkommen. Und vernünftigerweise schauen wir hier nun doch mal, was man essen könnte, da Meier offiziell dieses Jahr mehr als ein Bier trinken möchte, da er morgen nicht arbeiten muss.

Ich war etwas dumm und habe heute Morgen noch ne Frühschicht gemacht und bin seit kurz vor 5 Uhr wach. Memo an mich, nächstes Jahr am Mittwoch nicht noch ne Frühschicht planen.

Wir prüfen zuerst mal alle Fress Stände und stellen uns dann beim Holländer an, der Burger und Pommes anbietet. Die angestellten hier sind schon sehr lustig drauf.

Dann stehen Arbeitskollegen von mir neben uns mit einem blubbernden Getränk in der Hand.

Und ich behaupte immer noch => «Sein Bier blubbert» auch wenn es eigentlich Met mit einem Trockeneiswürfel war.

 

Nach dem wir gegessen haben, machen wir uns auf den Weg ins Mittelalter Dorf (ja, sowas gibt es an diesem Festival) weil dort ein Freund von mir um 21:00 eine Geschichte erzählen wird.

Also stehen wir da zur angegebenen Zeit und horchen der Sage um Lokis Schalk und Thors Zorn, erzählt von Grimmwolfs Skalden.

Das Ganze war unterhaltsam, auch wenn wir uns nach der Geschichte direkt wieder zurück zum Rockstar Zelt begeben, da wir nun bald die Ankunft von Stähli erwarten, der dieses Jahr nicht in der WG mit uns wohnen wird, aber trotzdem am Festival unterwegs ist.

Bevor Stähli kommt, treffen wir noch auf Arbeitskollegen von Meier und haben Diskussionen zum Thema, wo man(n) lustige Kleber ankleben darf und wo nicht. Ebenso diskutieren die beiden plötzlich über ihre Sicherheitsfreigaben im Geschäft. Definitiv noch zu wenig Alkohol im Spiel.

Während die beiden noch nicht im Festival Fieber sind, beobachte ich die Leute um mich herum. Plötzlich kommt mir jemand bekannt vor, der aber direkt wieder in der Menge verschwindet.

Egal.

Stähli taucht endlich auf und wir schauen, dass auch er noch etwas zu essen bekommt.

Während ich wieder warte, dass meine Buddys mit Essen versorgt sind, taucht das bekannte Gesicht wieder auf und dieses Mal kommt auch der Geistesblitz, woher ich die Person eigentlich “kenne”. Ich informiere kurz meine Freunde, dass ich was prüfen muss und mache mich auf die Suche. leider ohne Erfolg, also steh ich wieder zu meinen Kollegen und dann kommt mir der Typ nochmals entgegen. Dieses Mal sieht er mich auch und kommt lachend auf mich zu, während ich genauso lachend auf ihn zu gehe.

Es handelt sich um einen Zöllner, der mir knapp eine Woche vorher begegnet ist, als wir nach einem langen Messe Wochenende die Szene von “Asterix erobert Rom” im Irrenhaus mit dem Passierschein A38 am Zoll nachgespielt haben.

Der Typ hat mir da mit seinem Grinsen, von ihm unbewusst, sowas von den Tag aufgehellt und jetzt steht er einfach am Greenfield vor mir und erkennt mich auch noch. Das war schon grad sehr lustig.

Wir plaudern kurz und dann muss er leider weiter.

In der Zeit haben meine Kumpels gegessen und wir gehen zurück vor das Rockstarzelt. Gefühlt alle paar Minuten begrüssen die zwei jemanden. Schlimmer als ich.

Als Stähli mal kurz weg geht, um Bier zu holen und dann wieder bringt, wollte ich nen Scherz machen und erwähne, dass Meier kein Bier mehr möchte.

Die entsetzen Blicke der beiden sprachen dann Bände.

Sorry, oder. Keine Witze über kein Bier. Auch nicht nur über eins 😉

Um 1 Uhr sind wir der Meinung, gehen wir mal heim, denn es ist der erste Abend, wird sind früh aufgestanden (also ich) und es ist kalt.

Beim Verlassen der Party Zone spricht mich ein Typ an, der vorher mit seinem Kumpel in der Nähe stand und mit dem ich zwischendurch flirty Blickkontakt hatte. Er fragt mich, ob er was fragen darf und fragt ob ich nen Freund hätte. Ich steh kurz verwirrt da, antworte mit “nein” und dann bekomme ich nen Kuss. Nicht aufdringlich oder unangenehm, aber ich bin kurz etwas mehr verwirrt, erwidere diesen aber, weil yolo. Dann muss ich aber grinsen, weil die Situation so absolut absurd ist. Natürlich entschuldige ich mich, dass ich lachen muss und er lacht genau so, weil er gar nicht damit gerechnet hat, überhaupt eine Antwort zu erhalten. 🙂

Wir quatschen noch etwas über Gott und die Welt und dann verabschiede ich mich, weil ich wirklich heim ins Bett muss.

Meine Freunde, die mit leichtem Abstand gewartet haben, grinsen mich ebenso an “Hast du den Typen gekannt?” – “Nö, aber ich dachte, ihr habt ihn gekannt, weil ihr gefühlt doch alle kennt”.

Eigentlich schade, hat ihn niemand gekannt.

So sind wir dann heimgelaufen und ich würde sagen, das war ein netter Auftakt fürs Greenfield Festival 2026.

 

Donnerstag

Ich erwache zum ersten Mal um ca 05:30 und überlege noch, wie ich gestern mit Meier blöde Sprüche zu nutzlosen Weckfunktionen des eigenen Körpers gemacht habe.

Daher drehe ich mich nochmals um und schlafe weiter. Ohne zu wissen, dass mein WG Kollege die gleiche Diskussion um 06:00 auch kurz geführt hat.

Als ich kurz nach 8 nochmals wach werde, daddle ich zuerst noch etwas am Handy rum, bevor ich aufstehe.

Donnerstag startet die WG immer sehr gemütlich, ich gehe meistens noch die restlichen Dinge einkaufen, die wir für das Wochenende brauchen und dann hole ich meistens auch meine Schwester vom Bahnhof ab.

 

Mein Telefon klingelt, für folgende Frage:

“Ich hab meine Uhr vergessen, brauche ich eine Uhr? Dann würde ich zurückgehen und den nächsten Zug nehmen.” – “Du telefonierst gerade mit deinem Handy? Dann hast du eine Uhr. Nimm doch das und dann bist du pünktlich”

Erstes Problem geklärt.

Weil wir noch Nudelsalat machen wollen, will ich den Herd einschalten, was auch schon zu ersten Problemen führt. Es gibt einfach zu viele Herdvarianten und ich streichle frisch-fröhlich an Meiers Herd herum, bis dieser ihn ganz normal anlässt. Nur um mir zu zeigen, dass man tatsächlich irgendwas streicheln könnte. Pffff…

 

Als wir fast komplett sind, essen wir noch was (Nudelsalat for President) und machen uns auf den Weg Richtung Gelände, weil wir heute wirklich, wirklich mal wieder die Alphornbläser ganz sehen möchten.

Wir sind sogar so früh da, dass wir noch in der Partyzone warten müssen und dort auf einen Teil unserer Chübelgruppe treffen. Es ist jedes Jahr einfach schön, euch zu sehen und die nächsten Tage mit euch zu verbringen.

Mit dabei ist auch eine Freundin von Nicole (Pädels aka Bumsis Freundin), welche sich vorstellt und sagt, es sei ihr erstes GF. Lustigerweise verstehen wir alle durchs Band einen anderen Namen => Fällt uns erst Stunden später auf und wir fragen danach natürlich nochmals, wie sie denn jetzt heisst => „Heisst si Nina oder Anna?“ – “Si heisst Karin (und stellt sich als Rina vor)”

 

Die Absperrung geht auf und wir verschieben uns Richtung Konzertgelände.

Kurz darauf buchen wir auch schon die Wildcard Tickets fürs nächste Jahr. Krass, diese werden immer früher angeboten und die Server sind jeweils total überlastet. Aber alle bekommen ihre Tickets, nach ewiglangem drücken.

An unserem Stammplatz treffen wir auch diverse andere Leute. Dieses Jahr ist Stef ohne seinen Kumpel mit den schönen Augen da und Dani, mit seiner grünen Jacke ist auch unterwegs, aber fährt wieder heim. Auch Timo treffe ich irgendwo dazwischen. Morgen wollen wir zusammen an die Backstage Führung, die ich bei nem Wettbewerb gewonnen habe, daher haben wir ja noch Zeit, morgen etwas zu plaudern.

Spannend ist, dass ich für genau eine Person anscheinend aussehe, als würde es mir schlecht gehen, obwohl ich lachend vor ihr stehe, aus meiner Sicht leuchte und die Zeit meines Lebens habe. Am Greenfield kann es mir gar nicht schlecht gehen.

 

  • D eve würd säge: „e louch“ (Zu wem hab ich das gesagt? )

 

  • Dä lippestift tuetsech dine lippe apasse (Bis wir geschnallt haben, dass es um die Farbe ging, nicht um die Form)

 

  • Är isch huere lisi (Aussage von Meier, zu irgendeinem Sänger?)

 

  • Du muesch blase, nid schlücke (zum dick aussehen) (Wie man in den Daumen bläst, um  sich selber “aufzublasen”)

 

Der Nachmittag ist eher noch ruhig, daher wusle ich noch etwas allein über das Gelände.

Irgendwann steh ich da und höre bei ner Band mal auf der anderen Seite von unserem normalen Standplatz zu, als ich von hinten Leute höre, die mich ansprechen.

Ein Typ hat seiner Freundin grad gesagt, dass ich die jüngere Version von ihr sei, weil wir beide halb grün / halb dunkle Haare haben. Sie oben grün und unten dunkel, ich umgekehrt. Die Dame kommt zu mir, schaut mich an und fickt ihren Freund an, dass er frech sei. Aber nicht, weil es falsch wäre, sondern weil sie keine jüngere Version von sich haben möchte.

Ich schaue die beiden an und muss lachen.

“Girl, in keinem Leben bin ich jünger als du”

Sie guckt mir ganz genau ins Gesicht und ich zeige ihr voller Stolz meine Fältchen. Dann frage ich sie nach ihrem Alter und sie ist ganze 10 Jahre jünger als ich. Ich lache noch mehr und erklär ihr genau das.

Dann eskaliert die Gruppe um die beiden und es fühlt sich kurz an, wie ein Fanclub. Man nennt uns Zwillinge, will sie stehen lassen und nennt mich bei ihrem Namen, Doris. Ich finde es lustig, vor allem weil ich hier eigentlich nur stehe, um kurz meine Ruhe zu haben.

Nach längerer Diskussion zieht die Gruppe um Doris weiter. Kurz darauf kommt einer von ihren Kumpels aus einer anderen Ecke zurück, ist verwirrt das nur noch ich hier stehe und erzählt mir, wie tief seine Liebe zu seiner Freundin ist und wie sein Kind heisst.

War auch eine interessante Begegnung.

 

Da es hier nicht wirklich ruhiger ist als sonst wo, bin ich zurück zu meiner Truppe.

 

Während dem Offspring Konzert bin ich ein Flummi und hüpfe / tanze herum und habe riesigen Spass, auch wenn alle anderen das Konzert eher lahm fanden. Ich mag die Band halt einfach.

Irgendwann ploppt aus der Menschenmenge vor mir ein Typ heraus, der mich und meinen Steh Nachbarn anguckt und voller Freude “Endlich” ausruft.

Ich und mein Steh-Nachbarn gucken uns verwirrt an, und fragen den Plopp Typen, was den “endlich” geschehen sei. Und er erklärt uns voller Freude, dass er nun aus der Menschenmenge draussen ist. Ich, der Steh-Nachbar und die weiteren 20m Menschenmenge hinter uns haben dann gelacht. Und weil der Typ tatsächlich auch noch diskutieren wolle, haben wir uns abgedreht, sind weitergehüpft und haben ihn dann einfach ignoriert. Er hat dann selber gemerkt, dass er noch mitten in der Menge stand.

Die Theorie zum mitsingen der Offspring Lieder war übrigens:

“Chum mier singe irgendöpis, abr lut”

 

Nach dem Offspring Konzert wollte ich eigentlich weiter, weil mich Sabaton gar nicht mal so sehr interessiert hat. Dann treffen wir Lena und Mike und verquatschen die Zeit.

Und weil ich noch mit Jamie verabredet war und ihm meinen Standort von hier geschickt hatte, warte ich, während Sabaton anfängt. Zehn Minuten zu früh.

Die sind immer noch gut, aber trotzdem mache ich mich irgendwann auf die Suche nach Jamie (ja, der von vor drei Jahren, aus Irland, der wieder hier arbeitet. Funfact, der zwischendurch mal bei mir in der Firma gearbeitet hat, weil wir seit diesem Greenfield Kontakt hatten, ich ihm nen Job besorgen konnte und wir uns trotzdem knapp drei Jahre nicht mehr gesehen haben), weil die Triangulation mit den Fotos für ihn nicht so gut funktioniert, wie das unsere Greenfield Crew normalerweise gewohnt ist.

 

Als ich ihn finde, ist die Freude riesig.  Wir quatschen einen lustigen Mix aus Englisch und Deutsch und lästern kurz über Arbeitgebern.

Dann steht da auch Kahn in der Nähe, welcher vorbeikommt, Hallo sagt und kurz nach Luft schnappt, als ich ihm nen verkürzen Jahresabriss gebe.

 

Dann fangen die beiden an zu diskutieren und ich hab ein Lachflash, weil:

“Do you speak Spanish?” – “No, i don’t speak spanish. Do you speak Spanish?” – “No”…

KEINER VON EUCH KANN SPANISCH, WARUM ALSO FRAGT IHR DAS ÜBERHAUPT?

Ich hab da nur spanisch verstanden…

 

Kurz vor Konzertende sind wir dann weiter, damit wir die grosse Menge umgehen konnten. Leider durfte man schon nicht mehr zum Leuchtbecher Red Bull Zelt, also haben wir uns am Schluss auf den Helfer Camping zurückgezogen (keine Ahnung, warum man mich da überhaupt durchgelassen hat, aber als es hiess “Bändel zeigen” hab ich meinen, offensichtlich nicht Helfer-, Bändel gezeigt und wurde durchgewunken.)

 

Auf dem Zeltplatz hatte es viele Spanier (was die Diskussion von vorhin noch etwas lustiger gemacht hat) und wir haben uns verquatscht und irgendwann gemerkt, dass Jamie eigentlich am nächsten Tag früh arbeiten müsste und ich ev mal heim sollte.

Dumm wie ich bin, hab ich mir gedacht, anstatt das ich zurück zum Festival Gelände laufe, könnte ich alleine, im Dunklen an der Lütschinen entlang laufen bis Wilderswil, weil das müsste ja gehen.

Also bin ich um 3 Uhr morgens nicht mehr ganz so frisch, aber ziemlich fröhlich durch den Wald gelaufen. Schlauerweise immer schön links am Wegrand, weil rechts ja ein wilder Fluss fliesst und ich ja keinen Unfall riskieren wollte. Dumm nur, dass ich entsprechend nicht gemerkt habe, dass rechts irgendwann mal eine Verzweigung war, die ich nehmen sollte. Also bin ich irgendwann anstatt gerade aus und rechts eher Richtung links und mit Steigung den Hügel hinauf. Fand ich dann doch irgendwie falsch und Google Maps war der Meinung “Sie stehen im Wald” und so hat es sich auch angefühlt.

also einmal umkehren und ev doch mal licht machen (ich wollte die Tiere ja eigentlich nicht erschrecken mit dem licht)

Die erste Variante als Abzweigung wäre ein Wanderweg mit weiss-rot-weiss Zeichen gewesen, ohne sichtbarer Weg. Den wollte ich dann doch nicht riskieren. also bin ich noch etwas zurück und hab dann die vorher übersehene Abzweigung gefunden, mit dem richtigen weg.

vielleicht, aber nur vielleicht hab ich danach auch noch fast nen Umweg über den Friedhof gemacht, was auch gar kein bisschen gruselig war, mit all den Grabkerzen als einzige Lichtquelle.

Ich habs auf jeden Fall heim geschafft und mir vor dem zu Bett gehen nochmals nen Teller Nudelsalat gegönnt, weil der Spaziergang irgendwie viel länger gedauert hat, als geplant war.

War trotzdem lustig 😀

Habt ihr übrigens die tolle Tasche gesehen, die meine Schwester für die Greenfield WG hat drucken lassen?

 

Freitag

Am Freitag bin ich wieder als erstes wach, obwohl ich die letzte war, die überhaupt heimgekommen ist.

Meier kommt kurz nach mir aus dem Zimmer und wir frühstücken in Ruhe.

Wir versuchen herauszufinden mit Google Maps, wo ich letzte Nacht genau unterwegs war, aber lustigerweise erzählt meine Historie, dass ich überall war, was so halt nicht so ganz stimmt.

Irgendwann muss ich den Weg von letzter Nacht tagsüber laufen, um zu prüfen, wo ich da eigentlich genau war.

 

Als Sandy, die vierte im Bunde der diesjährigen Greenfield WG, aufsteht und aus dem Zimmer kommt, schaut sie uns verwundert an und fragt, warum wir schon alle angezogen sind.

Etwas erstaunt antworte ich, dass ich noch nicht mal Hosen trage und das so gar nicht als “angezogen” zählt.

Kurz darauf kommt meine Schwester heim, setzt sich zu uns und isst auch in Ruhe Frühstück / Mittag mit uns.

 

Weil wir Zeit haben, hören wir etwas in die Bands von heute rein.

Bei einer Band kommt die Frage auf: “Y: Isch das nid de Electro Boy?” und Nein, es war nicht Electric Callboy.

 

Wir machen uns auch heute eher früh auf den Weg Richtung Gelände, ausser meiner Schwester, die später nachkommt, weil die erste Band ganz interessant klingt, die zweite angeblich gut sei und ich unbedingt TBS hören möchte.

Auf dem Weg dahin grabscht Sandy aus Versehen an meinen Allerwertesten: “oh, Sorry..” – “Aues guet, är isch haut gross”

 

Moments of Madness ist gar nicht mal so schlecht, auch wenn wir nicht verstehen, warum der Typ zuerst voller Elan erzählt, sie seien aus Basel und dann nur noch Englisch mit allen spricht. Ev weil niemand den Basler Dialekt mag?

 

  • “Wetsch es bier?” –  “Es bööööö” (in Anlehnung, wie die Band geklungen hat)

 

Die zweite Band, mit irgendeinem französischen Namen, die aussieht, als wäre Jesus persönlich in der Band, ist gar nicht mal so mein Ding. Also ganz nett, aber zu wenig, als dass ich die hören muss.

Ich besorge mir also was zu trinken, schockier die Barleute mit der Tatsache, dass ich ein Focuswasser haben möchte und flaniere dann wieder etwas übers Gelände.

 

Für TBS stehen wir dann wieder auf unserem Stammplatz und die Jungs gehen ja so richtig ab. Spannend war die Tatsache, dass die weissen Klamotten schnell mal nicht mehr so weiss waren. Für mich heute die beste Band.

 

Leider musste Timo für heute absagen und so hab ich meine Schwester genötigt, dass sie mit mir an die Backstage Führung mitkommen muss.

Pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt stehen wir und zwei andere Gewinner und ihr jeweiliges +1 beim Treffpunkt und werden von Frank abgeholt. Dann erhalten wir nicht nur eine Führung durch den Bereich, denn man als Besucher normalerweise nicht sieht, Frank kann auch mit sehr interessanten Fakten und Zahlen aufwerten.

Zum Abschluss der Führung werden wir ins VIP Zelt eingeladen auf ein Bier und für die Nichttrinker gibts eine Apfelschorle. Also für ich.

Dort treffen wir auf Arne, der quasi das Pendant von Frank ist, einfach fürs Wacken Openair. Arne hat n lustiges Cap auf und trifft genau meinen unterirdischen Humor. Wir sprücheln rum und weil Frank eigentlich schon genug Zeit für uns geopfert hat, verabschieden wir uns bald mal, damit die Herren sich wieder den wichtigen Dingen widmen können.

Als wir gehen wollen, kommt von Arne nur ein „Wie, ihr lasst mich hier jetzt alleine” und ich frage ihn, ob er noch Pläne oder Verpflichtungen hat. Hat er anscheinend nicht, also nehm ich seine Hand und zieh ihn mit uns mit.

Bei unserem Trupp ist immer ein Platz für Leute, die alleine unterwegs sind.

 

Eigentlich möchte ich Frank noch nen Deal mit nem Greenfield Logo Tattoo und Freikarten vorschlagen. Der Gegenvorschlag war dann seine Initialen, was noch zur Debatte stand, als wir uns auf den Weg machen.

Könnten wir das Thema eventuell nochmals aufnehmen? 😀

Da die Einladung doch etwas überraschend kommt, kann Arne doch nicht so einfach weg. Also tauschen wir kurz Insta Profile und ich halt ihn auf dem Laufenden, wo wir stehen. Kurz darauf kommt er tatsächlich und gesellt sich zu unserem Greenfield Trupp. Und wie ich das von meinen Leuten gewohnt bin, wird er aufgenommen, als hätte er schon immer dazu gehört. Dazu stellen, Bier trinken, läuft.

Irgendwann steht mir Sandy auf die Füsse “Oh nei, i bidr uf d Füess gstange. Aber zums entschoudige, si si o gross” ((Wie mein Allerwertester… höhö))

Wir haben eine Diskussion über Füsse und Grössen und alle bemerken mal wieder, dass ich grosse Füsse habe. (Diese Diskussion führe ich echt öfters..)

 

Aus der Logo Tattoo Diskussion, die Frank gar nicht mehr führen kann, weil er im VIP Zelt geblieben ist, wurde mit Arne, Lena und Mike eine “wir machen einen Greenfield OF Account” Idee und dann hiess es “ivi hat das vorgeschlagen”. ähm, nein, ich wollte nur lebenslange gratis Greenfield Tickets und mir dafür ein Tattoo stechen lassen.

Kein Überschuss aus OF Content, welcher an die Fondation gespendet werden kann. Vor allem kein OF Content von mir. Einfach Nein!

Weil wir wissen alle “Milf ist die weibliche form von alf”

Nach einiger Zeit muss Arne wieder zurück und wir stehen immer noch da. Stähli hat ein Highlight von heute gefunden: “I ha nonie so es längs Röhrli zwüsche mine bei gha”

 

Danach gehen wir was essen, machen Pause, sitzen rum und sind dann wieder zurück, da wo wir immer sind.

Irgendwo dazwischen treffe ich wieder auf Kahn und wir haben ne kurze Diskussion, in der er mich auslacht, weil ich von den besten Jahren spreche. Der Arsch 🙂

 

Da kommt ein Radom Dude auf mich zu und fragt mit “Bist du den ne Milf?”

Ich antworte, wie immer, dass das absolut jedem selber überlassen ist, ob derjenige mich als solche sehen würde, oder nicht.

Dann erklärt er mir, dass er mich ja so sehen würde, aber er eine Frau hat und natürlich nicht würde, aber schon Interesse hätte.

Da war ich schon sehr bei “wtf?”.

Nur damit er mich plötzlich fragt “Möchtest du über deine Vorlieben sprechen und kannst du mir genau erklären, wie du Handgriff so und so findest?” und ich hilfesuchend Mike anstarre, der genau so mit einem Lachflash kämpft, wie ich gerade.

DUDE! NEIN, ich erklär dir hier keine Handgriffe, weil du etwas für deine frau zu Hause lernen möchtest. Hackts bei dir?

Etwas netter erklär ich ihm dann genau das. Er soll doch bitte mit seiner Partnerin üben und vor allem kommunizieren und ev nicht fremden Menschen auf nem Festival direkt und ohne Umschweife solche fragen stellen.

 

Schön haben wir danach auch andere Themen in der Truppe, wie zbsp was ist eine “Scheitter beige” auf hochdeutsch > holz beige, ähm stapel.

Egal, die nächsten Konzerte starten, laufen, gehen vorbei.

Pädel lacht mich aus, weil er sich Dinge vorstellt, die so nie passiert sind. Aber alles ok, du darfst das.

 

während dem Bad Omens Konzert ruft der Sänger irgendwas mit “….ave”

“Heter Dave oder Rave gseit?” – “Ev meinter de HP Baxxter vo Scooter, de wärs Dave gsi. – de chönts abr ou e Rave si.”

NICHT HILFREICH.

 

Sowohl Architects, wie auch Bad Omens fand ich ganz ok, aber haben mich nicht umgehauen. Da hätte ich mir die Zeit auch nehmen können für ein Picknick am See. aber das wäre wohl eher zu kalt geworden.

Und trotzdem eigentlich schade, haben wirs nicht ausprobiert.

 

Nach dem Konzert gehen wir mit der Menschenmasse Richtung Partyzone, was für meinen Geschmack schon sehr eng ist. Wir bleiben noch etwas vor dem Rockstar Zelt stehen, während die Hälfte der WG schon lange heim ist. Meier will nur mal kurz im Bravo Hits Zelt schauen, ob noch wer da ist und ward nie mehr gesehen. also machen Lena, Mike und ich uns auf den Weg Richtung Parkplatz, wo wir wieder auf Doris und ihren Trupp treffen. Wir haben nochmals nen riesen Gaudi und verabschieden uns dann.

Auf halbem Weg schreibt mir Meier, dass er nun auch auf dem weg ist und wir zeitverschoben heimlaufen.

 

Ich esse daheim noch kurz etwas (Nudelsalat) und als Meier kommt, machen wir nen kurzen Recap vom Tag, und gehen dann ins Bett. Mit dem Plan, nicht schon wieder um 6 wach zu sein.

 

Samstag

Es ist Samstagmorgen und wir starten den Tag mit Augenpads und einem ausgiebigen Frühstück.

Ich muss noch meinen Geldbeutel flicken, da dieser langsam aber sicher auseinanderfällt. Aber mir ist aufgefallen, ich ahb den vor über 10 Jahren gebastelt fürs Greenfield und ev ist es auch einfach mal an der Zeit, einen neuen zu machen.

Dann biete ich den Touristen von Interlaken noch einen Besuch am See an, weil ich grad Zeit hätte, was aber in die Planung der Herren nicht passt.

Also machen wir es uns in der WG auf der Terrasse gemütlich und warten auf das Eintreffen von Chrigi.

Als dieser mit seinem Fahrrad ankommt, meint meine Sis zu diesem: “E huere maschine!”

Stähli: “u ds velo isch ou schön, gäu?”

Heute wird ein Flachwitztag.

 

Wir machen uns auf den Weg Richtung Konzerte und es wird richtig heiss.

Bei Bloodywood, welche überraschend wenig Rigedigedigedig Musik haben, aber doch ein bisschen, muss ich einen Getränkestand suchen, der noch Focuswasser hat. Fündig werde ich erst bei der Eigerstage, da bei er Hauptbühne die neutralen Getränke am Ausgehen sind. Ganz schlechte Planung.

 

Zurück beim Konzert erklärt mir Stähli seine Bewertung der Bands, plus die Zahlen, die dahinterstehen, die lustig aussehen, aber keiner die Bedeutung kennt.

Seine Erklärung: “Das isch kompliziert, es isch excel”

Wir sind jetzt übrigens keine Freunde mehr.

Als wir ein Foto machen wollen, kommt Meier mit folgender Theorie: “aui söue luut si, wöu das ghörtme ufem foto”

Hat aber glaube ich nicht wirklich geklappt.

 

Es ist brätsch heiss. Anders kann man es grad nicht nennen.

Bei der nächsten Band muss ich leider Forfait geben, weil mein Kreislauf gar keinen Bock mehr hat. Also suche ich mit meiner Schwester zusammen nen Schattenplatz, wo wir gemütlich dem Poetry Slam gequatsche zuhören.

Dann gehen wir zum nächsten Konzert von “The Hardkiss”.

Irgendwann dort stösst auch wieder Arne von gestern dazu und verabschiedet sich. Da er heute noch mit seinem Kumpel / Chef (?) den Rückweg von über 1’100 km antreten wird, gehen sie noch was essen und machen sich dann auf den Weg. Sicher nicht dumm, bei dieser Hitze in der Nacht möglichst weit zu fahren.

Als er gegangen ist, meinte meine Schwester noch «Wie kommt er darauf jetzt schon Abendessen zu gehen?» schaut dann auf die Uhr und merkt, es wäre Abendessen Zeit.

Der Flughafen hat über die Tage einfach ein eigenes Zeit / Raum Kontinuum und daher ist Abendessen irgendwann passen und trotzdem nie.

Vor dem nächsten Konzert machen wir nochmals eine Schattenpause beim Rockstar Zelt.

Ich beobachte die Menschen, während um mich herum Freunde kommen und gehen.

 

Ich hab ne merkwürdige Begegnung mit nem 22-Jährigen, der zum ersten Mal auf diesem Festival ist und mir erklären will, wie ALLE Männer auf diesem Festival drauf sind (Spoiler: Er lag falsch).

 

Kurz darauf kommt ein anderer Typ, der aussah, als ob er jemanden hinter mir und meiner Schwester sucht. Wir drehen uns also beide um, sehen aber niemand, der gemeint sein könnte. Dann spricht er mich an, wie schön meine Haare sind und wie kreativ mein Cap.

Er kommt mir viel zu nahe und ich hab eigentlich grad gar keinen Bock auf neue Menschen.

Er streckt mir seine Hand hin und meint “Ich bin de robi und du bisch?”

Ich gebe ihm die Hand und antworte freundlich: “..nicht interessiert.”

 

Schade hab ich den Blick meiner Schwester da nicht fotografiert. Das war nicht böse, nur ehrlich. Und ich bin freundlich geblieben. Aber es ist so heiss.

 

Während ich mir Notizen zum Tag mache (für diesen Bericht), kommt Robi nochmals vorbei, ob ich immer noch nicht interessiert bin. Jetzt bin ich schon leicht genervt und ignoriere ihn.

Ebenso beim dritten und vierten Mal. Anstrengend.

 

Aber natürlich gab es da auch nette Begegnungen. Zbsp der Typ, der im Vorbeigehen dachte, mein Fächer sei ein Schleier und dann so verwirrt war, dass wir dann beide lachend dastanden. Oder als mürggu plötzlich vor uns stand. Nüchtern, ausgeschlafen und ohne das er verloren ging. Er ist einfach erwachsen geworden.

Und all die lustigen und fröhlichen Menschen, in ihrem bunten Treiben.

 

Für das Breaking Benjamin Konzert machte sich meine Sis wieder auf den Weg Richtung Hauptbühne, während ich noch etwas darüber sinniere, wie hoch die Chance ist, dass wenn man von einer Band nur ein, zwei Lieder kennt, dann genau das die einzig guten Lieder der Band sein könnten und daher das ganze Konzert eher langweilig werden würde.

Ich laufe noch etwas übers Gelände und kaufe beim Stand der Bekannten von Stähli noch zwei Fächer, weil ich da aus Prinzip immer irgendwas kaufe.

Dann mache ich mich auch wieder auf den Weg Richtung Wochenend-Truppe.

 

Kurz vor dem allgemeinen Treffpunkt sehe ich jemanden, mit dem ich online schon kommuniziert hatte und daher geh ich für ein “Hallo” kurz vorbei. Direkt darauf steht Nuk vor mir und wir starten eine wichtige Diskussion, wer schon wie viele Makaii Collection Tshirts gesehen und fotografiert hat.

Im Hintergrund sehe ich ein bekanntes Grinsen und erkenne den sympathischen Typen, mit der Schleier Diskussion von vorhin.

Als erstes wollen Nuk und ich ihm natürlich direkt ein Shirt verkaufen. Das hat irgendwie nicht so ganz funktioniert. Aber als Max uns erzählt, dass er eigentlich allein unterwegs ist, weil er keine Roamingdaten mehr hat und daher keinen Plan, wo seine Zeltnachbarn grad sind, verwerfe ich den Verkaufsplan und adoptiere ihn direkt.

Nuk geht weiter und ich nehm Max mit zu unserer Stammtruppe. Resp wäre der Plan gewesen, weil von der eigentlichen Stammtruppe stehen nur ein, zwei Leute da, dafür erweiterte Bekannte von denen. Egal, hier fühlt man sich nie allein.

 

Als dann Lena und Mike dazu stossen, machen wir direkt wieder nen schlechten Eindruck, weil Max auch in die nichtexistierende OF Gruppe eingeladen wird. (Nicht von mir)

Ihm ist es auf jeden Fall nicht langweilig mit uns.

 

Als Lena und Mike für das nächste Konzert eher weiter nach vorne wollen, gehe ich mit Max mit, weil ich annehme, sonst verlieren wir ihn ja wieder. Und ich muss sagen, hat sich definitiv gelohnt, der Patz den wir ausgesucht haben war perfekt von der Sicht her und die Bergkulisse vom Greenfield selber einfach grandios. Konzert inkl Sonnenuntergang hinter den Bergen, hach, richtig, richtig schön. Ich komme bei der Location echt immer wieder ins Schwärmen.

Von der Band “Three Days Grace” kannte ich keinen Song. Die Aussage “irgendwas kommt dir dann schon bekannt vor” war daher wohl etwas gewagt. Musste trotzdem lachen, als ich bei den bekannten Hits planlos dastand, während alle um mich herum voller Inbrunst mitgesungen haben. Aber ich hab die jetzt auf meiner Playlist, wirklich.

Nach dem Konzert von 3DG sind wir kurz noch zum Schliessfach, um etwas mehr Klamotten zu holen, um dann für Papa Roach ready zu sein.

Wir holen noch was zu essen und stehen dann vor dem nächsten Gig da, wo wir ca 2 Stunden vorher Nuk getroffen haben. welche natürlich genau dann wieder da durchläuft und uns fragt, ob wir uns denn gar nicht bewegt haben, seit der letzten Begegnung.

Musste schon etwas lachen, aber doch, wir waren singen, tanzen, essen und unterwegs.

 

Vor dem Start holen wir noch etwas zu trinken und weil ich Bierduschen kenne, schütten wir das Bier in eine leere Getränkeflasche, damit wir diese mit ins Gedränge nehmen können, ohne vorsichtig sein zu müssen.

 

Mein Plan ist nicht, bei Papa Roach Konzert weit nach vorne zu gehen, weil ich weiss, wie eng es da werden kann und der Kontrollfreak in mir das so gar nicht geil findet.

Und trotzdem bin ich bei Papa Roach für meine Verhältnisse relativ weit mit nach vorne und muss sagen, definitiv eines der besten Konzerte in diesem Jahr. Meine Güte, haben die Jungs performt. Und das Crossover mit dem Sohn von Sänger Jacoby Shaddix war einfach insane.

 

Nach diesem unglaublich tollen Konzert bleiben wir erst mal stehen, weil das Gedränge echt wild ist. Da kommt die Idee auf, dass wir ja noch weiter nach vorne könnten. Ja, klar, weil ich Volbeat u gärn ganz weit vorne hören möchte. Damit ich das eine Lied ganz laut und nah hören kann. Haben wir dann auch tatsächlich gemacht. Ich muss zugeben, mir ist zum ersten Mal aufgefallen, dass es ev zwei oder sogar drei Lieder gibt. Aber die Leute, die Crowdsurfing ohne Crowd praktizieren wollten, fand ich dann schon etwas…. ähm… dumm? Vor allem wenn die Tragenden dann einfach mitlaufen mussten, weil niemand die Surfer übernommen hat oder ein Loch in der Menge war. Sah lustig aus, aber war auch etwas anstrengend. Und der Typ, der solo nen Moshpit starten wollte, und dabei das Mädel neben mir volle Breitseite erwischt hat mit den Armen hatte Glück, dass ich weggezogen wurde. Sonst hätte ich noch nen Vortrag über Consens und Rücksicht während Konzerten geführt.

 

Nach dem Konzert holen wir noch die restlichen Klamotten aus dem Schliessfach und wuseln noch etwas übers Gelände.

Die meisten sind jetzt im Rockstart zu finden oder im Bravo Hits Zelt. Beides Orte, an denen ich definitiv nicht sein möchte, weil zu viele Menschen und zu eng.

 

Trotzdem bin ich die ganze Nacht noch unterwegs und kann morgens den Sonnenaufgang auf dem Gelände bewundern. Teils wird es hier erst leiser, teils langsam wieder wach.

Ein schöner Abschluss für ein Phänomenales Wochenende.

Es ist mittlerweile schon so spät, dass ich den Zug nach Hause nehmen kann und gar nicht alles laufen muss.

 

Kommt auch selten genug vor, dass ich als letzte heimkomme am Sonntagmorgen. Normalerweise sind Meier und Sandy die zwei, die singend und im ZickZack Kurs nach Hause kommen. Spät, sehr, sehr spät.

Ich gehe nochmals ins Bett, weil ja eh noch niemand wach ist.

Dafür sind ALLE wach, als ich zwei Stunden später aufstehe.

Verkehrte Welt, normalerweise fahren wir los, während die restliche WG noch schläft. Aber schön, mal ganz neue Dinge zu erleben.

Es gab so viele erste Male an diesem Greenfield

 

Nach einem guten Frühstück packen wir zusammen und machen uns auf den Heimweg.

 

Gut haben wir siebenmal geprüft, ob wir auch wirklich nichts liegen gelassen haben, nur damit ich den Hausschlüssel von Meiers Wohnung mit nach Winti nehme. Ein Grund, mal unter dem Jahr ins Berner Oberland zu fahren.

 

Ich hab jetzt schon etwas Herzschmerz, weil das Wochenende so unglaublich toll war. Leute, ich liebe euch echt so sehr und freue mich immer mit euch diese Geschichten zu erleben! Danke das ihr ein Teil davon seid!

Und das ich dazu jetzt knapp 16 Seiten geschrieben habe, glaubt mir auch keiner xD

 

Beste Tage im Jahr <3 

 

Greenfield 2024 – Bericht

Mittwoch

Es ist Mittwoch. Dieser eine Mittwoch im Jahr, direkt vor dem langen Greenfield Festival.

Ich habe gepackt und bin bereit, ins Berner Oberland zu fahren.

Zuerst fahre ich noch einen kleinen Umweg durch das Emmental, um meine Mam zu besuchen. Eigentlich wäre sie aktuell im Urlaub, aber war krank und daher schaue ich kurz vorbei, wie es ihr geht, weil ihr Wohnort quasi auf dem Weg liegt ( je nachdem wie man fährt..) Nach dem Besuch, düse ich los Richtung Interlaken. 

Ankunftszeit wird irgendwas um 16:00 Uhr. Geplant ist, mein Auto bei nem Freund stehen zu lassen, weil ich ihm lieber einen Zwanziger gebe, als dass mein Auto jeden Tag in einer anderen Ecke des Parkplatzes steht, es demoliert werden könnte und ich dafür noch teuer Geld bezahle. Also Auto parkieren in Wilderswil und dann den Zug nehmen nach Matten, wo man auf dem grossen Parkplatz ankommt. Einfach perfekt. Der neue Bahnhof in Matten ist topmodern und es macht quasi keinen Unterschied, ob ich mein Auto hier abstelle oder ob ich von dem Bahnhof her komme.

Ich stelle mich mit Zelt und Gepäck in die lange Warteschlange. Es ist langweilig und trotzdem sehr unterhaltsam, mit all den Menschen um mich herum. 

irgendwann meldet sich hattrick, (ihr wisst schon, vom letzten Jahr) dass er und seine Kollegin auch angekommen sind.

Also frage ich meine unbekannten Mitanstehmenschen, ob es ok ist, wenn ich die beiden zu mir lotse.

 

Tel Gespräch nach Zugankunft der beiden:

h: wo bist du?

i: ich stehe auf höhe von einem auto mit dieser und dieser farbe 

h: sehe ich nicht.

i: wo stehst du?

h: irgendwo da.

 

ok.. ich stehe neben die Schlange der Menschen, welche anstehen und suche. Dann sehe ich relativ weit hinten Hattrick und seine Begleitung stehen.

i: ich seh dich, dreh dich mal gegen den anfang der schlange.

h dreht sich von mir ab. 

i: nein, jetzt guckst du in die falsche Richtung.

Um das ganze zu verkürzen: Es  hat einige Zeit gedauert, bis wir uns gefunden haben.

danke hier an den grossen Typ aus der Menge, welchen ich gebeten habe, mal kurz neben mich zu stehen, damit ich gefunden werde. hätte sonst noch länger dauern können 😁

Die Eingangskontrolle kommt immer näher und bald sind wir auf dem Gelände. 

Timo hat schon geschrieben, wo dieses Jahr unser Camp stehen wird. Ich rufe trotzdem kurz bei Paul an, nur um direkt an ihn und unser Camp heran zu laufen. Das Camp zu finden ist echt nicht schwer dieses Jahr.

Obwohl ich seit stunden unterwegs und mich völlig verschwitzt fühle, drückt mich Paul und mein ich rieche toll. Merci, hat mir grad etwas den tag versüsst.

Mein Wurfzelt steht nach knapp fünf Minuten, Hattrick und Kerry kämpfen etwas mit ihrem, da es weder gut Platz hat, noch praktisch zum aufbauen ist.

Doch auch ihr Zelt steht irgendwann und sie erkunden das Gelände.

derweilen macht sich auch der Rest von Camp bereit und geht Richtung Partymeile.

ich mach mich mit salome und ihrem rollstuhl auf den weg, freunde von ihr in einem anderen camp zu suchen. was uns eher mässig gelingt. wir wissen jetzt aber, dass es eine interessante holperpartie ist, über den “ackerweg” des zeltplatzes mit einem rollstuhl fahren zu wollen. bin froh hab ich sie nicht ausgeleert unterwegs, hätte ich mir zugetraut 😅

ich treffe menschen, verliere sie wieder und bin gefühlt jetzt schon überall und nirgendwo.

 

die wichtigste Erkenntnisse dieses abends sind aber:

  • bleib in Menschenmengen immer in der nähe von voby stehen, wenn jemand anlehnen will, lehnt er gerne zurück für dich 🤭
  • Voby ist super in Schuh- und Körpergrössen schätzen
  • wenn du sandwitches mitnimmst, sparst du dir am ersten tag das abendessen

Zurück im Zelt hab ich dann einfach gehofft, dass das gute Stück auch schön trocken bleibt bei dem tollen Wetter diese Tage.

Und bin glücklich eingeschlafen.

 

Donnerstag

Ich erwache und mein Zelt ist innen trocken.

Und ich hatte tatsächlich warm mit Thermowäsche, Wolldecke, Schlafsack und Mütze. Doch was gelernt letztes Jahr.

Nach dem Aufstehen ist der Plan, mit Hattrick ins Migros zu fahren und noch ein paar Dinge für die Greenfield WG zu holen und ebenso fürs Camp. Dann hole ich meine Schwester ab vom Bahnhof und in der Greenfield WG bereiten wir Teigwarensalat für mind 5 Personen und zwei bis drei Tage vor. Gestärkt machen wir uns dann wieder auf den Weg aufs Gelände, Happy das der Weg nur noch halb so lange dauert, mit dem neuen Bahnhof Matten 🙂 

Zu Hause haben wir aber noch definiert, dass wir uns auf das Wetter von Meiers App verlassen, da diese fürs WE das beste Wetter angezeigt hat. Hat leider nicht so ganz geklappt mit dem “Meier Wetter” leider. Aber die Idee fand ich super. 

wir sind pünktlich zurück auf dem gelände für die alphornbläser. natürlich.

da es heisst ist, etwas weiter hinten im schatten.

es dauert nicht lange, da sehe ich einen typen, der halbtot am boden liegt. ich spreche ihn an, schaue das er etwas wasser trinkt und das er irgendwie wieder unter den lebenden weilt. 

danach setzen wir uns irgendwo im schatten hin.

leider scheint der akt der freundlichkeit aber dazu zu führen, dass er denkt, dass wir nun freunde sind und wir werden den herrn nicht mehr los. bis sandy aufsteht und der typ in windeseile davon geht. und wir uns fragen, ob sandy stehend von unten betrachtet wohl gefährlich aussieht. 

und dann kommt auch noch claudio w. der nicht verstanden hat, was nein bedeutet:

„Hallo, i bi dr Claudio W.”

“Hallo Claudio W. Danke dier für die Info, aber mier sueche grad kener nöie Kollege”

“Auso nid?” 

“Nei.”

“bisch du lesbisch?”

Wir sind ab da immer etwas unterwegs, immer wieder mit unterschiedlichen Menschen und bei unterschiedlichen Bands. 

Ich bin Zuhause. 

 

Sprüche vom Tag:

  • gömer no is mittu dorf

  • är schaffet bin zuchtbuech
  • mit morgelatte chame nid schiffe
  • was fingsch geil a bode? i sta druf

 

Freitag:

Wie so oft, verlasse ich am Morgen das Camp und mache mich auf den Weg zur Greenfield WG. 

Auch hier scheinen noch nicht alle wach zu sein, aber egal, nadisna sind dann doch alle aus ihren Zimmern gekrochen.

Ich bin gerade nicht sicher, aber ich glaube, wir schauen sogar den schlechtesten Zombiefilm aller Zeiten zum Frühstück / Mittagessen. 

Kann ich sehr empfehlen, wenn ihr nichts besserer zu tun habt: (ihr habt immer etwas besseres zu tun, trust me 😉 ) 

www.nutshot.ch

 

Als ich zurück zum Camp komme, sehe ich eine Saftflasche rumliegen, die ich gestern mit Nicä mit Wodka aufgefüllt habe. (Sie hatte einen echt hässlichen Gras Wodka dabei und ich hab ihr in der Migros Saft geholt zum verdünnen..) 

Anyway, ich scherze, warum der Wodka Saft rumliegt und es wird still um mich. Dann wird mir erklärt, dass niemand mehr wusste (N.) dass darin Wodka sei und als man zum Frühstück Saft trinken wollte, war dieser etwas, ähm, “stark”? 

Alle nicht alkoholisierten Menschen fanden den Saft eklig, alle anderen fanden ihn genau richtig zum Frühstück. 

Das ist schon absolut alles, was man vom Greenfield Frühstück wissen muss. 

Heute habe ich gelernt, dass ich meine Klamotten nicht mehr ausleihe an betrunkene Kollegen. 

Und Hattrick hat gelernt, dass ich es problemlos schaffe, innerhalb von 2 Minuten von unserem Standard-Platz relativ weit hinten, nach ganz vorne zur Bühne zu gelangen, wenn ich nur genügend motiviert und spät dran bin. 

Das Prodigy-Konzert war entsprechend der Hammer!

Gespräche des Tages: 

  • “bipapaparabop” passt überall dazu
  • “Chani di mau öppis sehr persönlechs Frage?” – “Ja” – “Hesch nid o ds Gfüeu, dass die Lüt derte nid zämepasse?” 
    • Ich frage mich bis heute, was daran persönlich war xD 
  • si het öpeso chlini haar
  • “Das isch mi Stueu!” – “Auso dine persönlich, wode hesch mitbracht?” – “Nei, aber i bi da mau drin ghocket”

 

Samstag

Ich freu mich so, heute kommt meine beste Freundin ans Greenfield. Nur für den heutigen Tag, da sie Green Day sehen möchte.

Damit sie nicht zelten muss, habe ich ihr einen Sofaplatz in der Greenfield WG organisiert und werde heute auch dort schlafen. 

Also wieder gemütlicher Marsch nach Wilderswil. Irgendwann dann Tatj am Bahnhof abholen, anklimatisieren lassen, mit den WG Leuten bekannt machen und ab auf den Flughafen. 

Leider sind die Chicken Tender von Planted schon ausverkauft, also kein Zwischensnack zum Einstimmen. Egal. (Die gibt es übrigens neu auch im Coop, im TK Regal) 

Es gibt keine Bands, die wir dringend sehen müssen, ausser Tatj am Abend natürlich Green Day. Daher schlendern wir auch über den Mittelaltermarkt, wo wir keine creepy Gespräche führen. Neinnein. 

Bei Green Day stehen Tatj und ich mit Hattrick und Kerry ganz weit vorne. Und als das Konzert startet, wird es mir vor lauter Menschen so unwohl, dass ich mich nach hinten verabschiede. Nicht einmal an unserem Standardplatz kann man locker stehen, es ist das letzte Konzert und Green Day. Alle stehen hier und wollen das letzte Konzert geniessen.

Am Schluss stehe ich auf Höhe der Shots Bar und unterhalte mich noch etwas mit dem Bardude, bis mir jemand von der Bödeli Crew über den Weg läuft und wir die letzte Stunde zusammen mit einem Konzert und Plaudern verbringen. 

Fürs 2025 werde ich schauen, dass ich öfters mit M. plaudere und wenn ihr wieder jemand einreden möchte, was für eine schlechte Mutter sie sei, weil sie EINMAL IM JAHR das Greenfield geniesst, dann hoffe ich für dich, das ich dich nicht finde. Du doofe Kuh 

Zu Hause im Bett / auf dem Sofa haben wir dann noch lustige Geschichten mit den Heimkehrern, die leider noch nicht verstanden haben, dass man sie sehr einfach hören kann, wenn sie zwei Meter neben dem Sofa stehen 😀 Vor Allem wenn ihr “Flüstern” lauter ist als normale Gespräche. 

Zitate des Tages: 

  • är tönt wie de maa vo sire frou
  • wi heisst der Fluss hier? aare….
  • sicher e zürcher gsi

 

Am Sonntag haben wir uns auf jeden Fall glücklich und müde auf den Heimweg gemacht, wohl wissend, dass wir nun Ewigkeiten im Stau stehen werden, egal in welche Richtung wir fahren werden. Und natürlich mit der Bestellbestätigung der nächsten Wildcard Greenfield Tickets im Mail Postfach. 

Greenfield 2023 – Bericht

 

Mittwochmittag

Ich habe zum Glück gestern schon einiges gepackt und einen Plan, was ich noch packen muss, damit ich nach dem Mittagessen schon bald losfahren kann Richtung Interlaken.

Dieses Jahr muss ich auch noch einplanen, ein Zelt zu schleppen, da wir tatsächlich campieren. Mit Zelt. Am Greenfield. Auf dem Zeltplatz. Öfters mal was Neues.

Es ist nicht so, dass ich noch nie gezeltet hätte an einem Greenfield, aber es ist bestimmt schon über 10 Jahre her. War damals geplant, dass ich bei einem Freund im Zelt penne. Aber irgendwie war “mein” Zelt dann immer besetzt, so dass ich auf dem Gepäck bei anderen Freunden schlafen durfte, in mein Auto pennen ging oder bei nem Freund, der in Matten wohnte, unterkommen konnte. Kurz, lief nicht so gut 🙂

 

Nach dem Essen und Gepäck fertig packen, düse ich los.

Es hat zur Abwechslung Stau, egal ob über Bern oder über den Brünig.

Aber egal, ich hab ne tolle Playlist, singe jetzt schon laut und falsch mit und freue mich auf die Tage im Berner Oberland.

 

Kurz nach 16 Uhr komme ich in Interlaken an und werde auf einem Parkplatz weitab von Gut und Böse und praktischer Gehdistanz geleitet. Ich steh auf nem Feld, welches immerhin den Kreisel beim Eingang irgendwo sieht. Oje, zum Glück hab ich nicht noch Gepäck und zwei Zelt zu schleppen. Ah, warte.. Doch… Kacke.

Egal, ich geh mal anstehen.

Bei der Warteschlange stell ich mich wohl etwas unbeholfen an, der Typ neben mir, ohne Gepäck, nimmt mir meine Zelte ab und erklärt, dass er mir mit meinem Gepäck gerne helfen kann, da er selber nix zu tragen hat. superlieb. Im Gespräch kommt dann heraus, dass er der kleine (oke, er war n Kopf grösser als ich) Bruder einer Freundin meines Kollegen ist. Die Welt auf dem Bödeli ist halt einfach ein Dorf.

Da er noch ein Ticket benötigt, versuchen wir zuerst in der Schlange eins zu bekommen. Aber als wir uns der Kasse nähern, sind wir uns einig, dass es wohl schneller geht, wenn er einfach da eins holt. Entsprechend kriegt er seinen Bändel direkt und muss nicht mehr anstehen. Wir verabschieden uns und ich stehe gefühlt noch ne weitere Stunde an.

Nach dem ganzen Anstehen, laufe ich bis zum Mittelalter Dorf und finde dahinter mein Camp für die nächsten paar Tage. Camp Ebri Bern, mit den lustigsten, besten und liebsten Chaoten, die man sich für so ein Camp vorstellen kann. Es stehen schon weitere Zelte da und ein Pavillon wird noch aufgebaut. Funfact: Mister Fibunacci vom letzten Jahr hilft mir beim Aufstellen der Zelte. Danke dir für den Hammer 😉

Als meine Zelte stehen und ich mal ne Runde absitzen kann, haben es auch Timo und Paul mit ihrer Gruppe geschafft und sind endlich angekommen beim Camp. Es fängt langsam an zu tröpfeln und wir werden kurz mal hektisch, weil Timo ein Zelt dabei hat, das im Gegensatz zu meinem nicht einfach hingeworfen werden kann und dann steht. Neee, das Teil braucht Mucke, Spucke und etwas Hirnzellen. Schwierig für uns, aber doch machbar.

Ich muss leider während des Aufstellens des Zeltes gehen, da ich noch Online DnD geplant habe und bei mürggu Strom anzapfen muss, damit ich durch die Kampagne komme.

Also wieder alles zurück latschen zu meinem Auto, das gefühlt irgendwo in Bönigen steht. Auf dem Weg zu dem Feldparkplatz begegne ich einem Typen, der ebenfalls sein Auto vom Feld fahren muss. Wir diskutieren noch, wo wohl die Ausfahrt sei, und finden uns dann in unseren Autos, beide wieder vor der verschlossenen Einfahrt, beide etwas verwirrt. Wir lösen es aber sehr elegant, indem der Typ dann einfach die Absperrung zur Seite schiebt und ein fremder Fussgänger uns helfend das Absperrband hochhält, damit wir unten durchfahren können. Liebes Greenfield Parkplatz Team, bitte das nächste Mal die Ausfahrt etwas besser beschildern.

Dann nach Unterseen fahren. Und bemerken, dass mein Miniauto schon etwas Mühe hat, um zum Haus meines Freundes zu fahren. Haha, da bin ich direkt froh, schlafe ich nicht hier, ich würde wohl durchdrehen, jeden Tag durch diesen engen Weg hin und her fahren zu müssen.

Ich komme bei den Leuten der vergangenen Greenfield WG an und wir plaudern noch kurz, bevor sie sich bereit machen, aufs Gelände zu gehen, während ich mich für die nächsten paar Stunden in einen Kampf mit meinem Halb Ork stürze.

Mit Technikproblemen und Monstern kämpfend, überlebe ich den Abend doch irgendwie und packe meinen Nerd Kram zusammen, um mich wieder auf den Flugplatz zu begeben, in der Hoffnung, meine Buddies schnell wieder zu finden.

Natürlich hab ich die Schliessung des Offiziellen Parkplatzes um knapp 5 Minuten verpasst und parkiere nun direkt bei der Gästeregistration. Immerhin näher als bei meiner Ankunft.

Zurück beim Camp hab ich nun endlich etwas Zeit für Timo. Der noch so gar nicht in Partystimmung ist. Wir plaudern noch etwas und er macht sich schon bald mal auf den Weg ins Zelt, während ich die Chübel Truppe im Bravo Hits Zelt suchen gehe. Etwas traurig bin ich schon, es läuft ja gar kein Backstreet Boys Song. Dafür ganz viel anderer… ähm…. Musikalischer Dünnsinn? Oke, ich gebs zu, wenn nicht gerade Backstreet Boys läuft, ist das Bravo Hits Zelt einfach nichts für mich. 😀 Ich kenne die “neuen” Lieder der letzten 15 Jahre nicht wirklich und bin auch nicht so motiviert, jetzt schon mit vielen betrunkenen Menschen eng herumzuhüpfen.

Also mache ich mich auf den Weg, Camp Freunde zu treffen, die draussen stehen. Auch hier gibt es paar witzige Gespräche und unter anderem wollen mich Leute über die Bar heben, damit ich dem Bartypen ein Tattoo zeigen kann. Zum Glück frage ich ihn zuerst, ob er mich sehen kann und als er dies bejaht hat, zeige ich ihm mein Linkin Park Tattoo.

Irgendwann, nicht allzu spät, aber spät genug, mache ich mich auf den Weg ins Zelt, packe mich in zig Schichten Klamotten und geh pennen.

Was für ein toller Start ins Greenfield Wochenende.

 

Donnerstagmorgen, es wird wohlig warm um knapp 7 Uhr. Vorher halb erfroren, jetzt schon fast heiss. Das Konzept “Zelten” überzeugt mich noch nicht so ganz.

Ich stehe auf und es ist noch ruhig in unserem Camp. Also geh ich mal Richtung Lidl Camping Market, um was zum Frühstück zu holen. Ich möchte hier nur kurz erwähnen => Ganz mieses Konzept, das Ganze. Egal. man steht an, bekommt nen Bestellzettel und nen Flyer in die Hand gedrückt und muss dann aufschreiben, was man gerne hätte. Also keine spontanen “Brauch ich nicht, aber liegt hier grad rum” Einkäufe, welche es öfters mal gibt auf nem Camping Markt. Nicht mein Problem. Egal, ich fülle den Zettel aus und gebe ihn brav ab. 2x Wasser, 1x Kartoffelsalat, 1x Popcorn und 1x Banane, weil beim Anstehen plötzlich alle Bananen möchten.

Oke, für die Bananenlieferung bin ich zu früh dran. Verständlich, bis die von Afrika in Interlaken ist, geht es noch n paar Stunden. Egal. Ich bezahle und bemerke, dass mein Einkauf mit über 12.- sehr teuer ist, obwohl ich relativ wenig bestellt habe. Und dann bemerke ich, dass ich zweimal Kartoffelsalat bezahlt habe. Und weil es nicht möglich ist, mir mein Geld zurückzugeben, erhalte ich halt eben zweimal Kartoffelsalat. Der nur knapp 500gr klein ist.

Ich mache mich auf den Rückweg zum Zelt und langsam gibt es ein paar Menschen, die da rumgammeln. Etwas unmotiviert esse ich meinen Kartoffelsalat, aber bin trotzdem happy über das Essen. Vor lauter DnD gestern hab ich nämlich das Abendessen verpasst 😀

Timo ist mittlerweile auch wach und sitz in der Nähe.

Da fällt mir ein, dass ich nen Hick in meinem Bein habe von seinem Zelt.

 

ivi: “Timo, hab ich dir schon gesagt, dass mich dein Zelt angegriffen hat?”

Timo: “Nein”

ivi: “Dein Zelt hat mich angegriffen”

Glucksen vom Kollegen, der neben uns sitzt und der Meinung ist, dass diese Konversation absolut Sinn gemacht hat. Ja, hat sie wirklich. Das war ne wichtige Information. Ich habe übrigens immer noch nen Flecken am Bein von diesem Angriff.

 

Nach dem Frühstück fahr ich mit Timo, Björn und Ändu ins Migros Interlaken, da ich dort eigentlich meine Schwester und meinen Arbeitskollegen abholen will, resp am nahen Bahnhof. Wir rechnen aber aus, wenn wir schnell sind mit Einkaufen, dass ich die Jungs dann auch wieder zurückfahren kann. Und tatsächlich sind wir so rasch mit Frühstückskaffee und Vorräte einkaufen, dass ich sie wieder bis Matten möglichst nahe zum Haupteingang fahren kann, bevor ich am Bahnhof in Interlaken stehen sollte. Danke hier an den Securityherrn, welcher mir geglaubt hat, als ich ihm hoch und heilig versprochen habe, sofort wieder zurückzukommen mit meinem Auto und ich ihm auch problemlos meinen Ausweis dagelassen hätte, für die 3min bis ich wieder da gewesen wäre.

Dort angekommen, steigen meine Schwester und Hattrick, der Arbeitskollege schnell ein und wir düsen nach Wilderswil zu Meier. Da dieser noch nicht zu Hause ist, deponieren wir das ganze Gepäck meiner Schwester vor der Haustüre, geben meinen Autoschlüssel ab, da ich mein Auto heute hier stehen lassen werde und es im Notfall umgeparkt werden könnte und wir machen uns zu Fuss auf den Weg Richtung Festival Gelände.

 

Von der Festival WG Meier bis zu unserem Camp auf dem Zeltplatz ist es etwa gleich weit, wie mein erster Parkplatz, welcher am anderen Ende des Zeltplatzes war. Daher kommen wir auf unsere paar Schritte heute. Auf dem Zeltplatz platzieren wir unsere Vorräte, Hattrick richtet sich kurz ein und lernt ein paar Leute vom Camp kennen und dann machen wir uns auf den Weg ins Konzertgelände, damit wir sicher pünktlich zu den Alphornbläsern anwesend sein werden.

Es startet ein Tag voller toller Konzerte. Irgendwo hab ich meine Schwester und Sandy verloren, irgendwo sind Meier und Stähli unterwegs und irgendwann, spät, kommen sogar noch mürggu und Konsorte aufs Gelände.

Nach Hollywood Undead verziehen wir uns wieder ins Camp, ich glaube, da sehe ich Paul heute zum ersten und letzten Mal, um danach wieder für Swiss & die Anderen mit Fin und Hattrick zur Nebenbühne zu pilgern. Dafür verpasse ich gerne etwas Papa Roach, denn ich hatte echt super Spass an dem Konzert und die Lieder der bestesten Band der Welt hängen immer noch in meinem Kopf rum.

Natürlich konnte das den Auftritt der besten Band der Welt dann absolut nicht schmälern, welche zwei Stunden später auf der Hauptbühne spielten. Ich mag die Herrn Doktoren einfach. Auch als dann einer nach dem anderen unserer Truppe beim Die Ärzte Konzert forfait gibt, (“Ich muss aufs Klo”, “Ich bin müde”, “Die spielen eh nicht mehr so lange”…) und ich am Schluss eigentlich nur noch mit Timo am Rumjohlen und Rumhüpfen bin, haben wir noch nen riesen Party.

Auf dem Rückweg zum Camp kaufe ich mir bei dem Merch Stand noch ne Greenfield Decke (Suuuuper Kuschelig) und ne Greenfield Mütze. Beides perfekt, um heute Nacht nicht zu frieren. 😀

 

Im Camp sind wir die letzten oder ersten oder einfach einzigen, die zu der Zeit zurückgekommen sind. Wir plaudern noch kurz und Timo erzählt mir einen Witz, den glaube ich nur wir beide super lustig fanden, auch als wir den zwei Tage später noch irgendwelchen Leuten erzählt haben:

 

Zwei Männer unterhalten sich.

Sagt der Eine (1): “wenn ich aus dem Haus gehe, lasse ich das Licht brennen“

Der andere (2): „Warum denn das?“

1: „Wegen den Einbrechern“

(hier die Stimme beim Erzählen etwas anpassen und mit viel Verständnis sagen:)

2: „Aber das musst du doch nicht, die haben eigene Taschenlampen“

*hihi*

Und wir lernen von unseren Zeltnachbarn, das man den Ausdruck „biffele“ für Kiffen nutzen kann. Noch nie gehört.

Wir gehen in unsere Zelte und ich wickle mich, wie ein Burrito, in die neue Greenfield Kuscheldecke. Ich friere immer noch etwas, aber jetzt immerhin mit Kappe und Decke. Glücklich und kaputt, nach dem ersten Konzerttag.

 

Freitagmorgen.

Es ist kurz nach halb fünf und ich werde wach, weil es plötzlich LEISE ist.

Wenn man sich schon so an den Lärm als White Noise gewöhnt hat, dass einem das Ausschalten aller Musikanlagen in der Partymeile als unterbewusst störend vorkommt. Egal, ich muss dringend aufs Klo, da ich ja schon mal wach bin. Also schäle ich mich aus meinem Schlafsack, der Decke und den sonstigen zig Schichten und trotte Richtung Klo Anlage. Ruhig um diese Zeit und einfach nur schön.

 

Nach dem Besuch auf der Toilette husche ich wieder ins Zelt und schlafe nochmals ne Runde. Es wäre ja eh noch niemand wach, sondern wohl eher immer noch.

 

Um ca 8 Uhr stehen wir auf. Hattrick macht sich auf den Weg nach Hause, er kann bei einer Hochzeit der Trauzeuge sein und macht daher heute Konzertpause. Ich habe keine fixen Konzertpläne und gehe heute einfach mit, wo Freunde sein werden. Wir wollen aber nach dem Frühstück noch an den Baggersee und kurz bei mürggus Familie vorbei zum Hallo sagen.

Ich trotte also langsam wieder gemütlich nach Wilderswil in die Meier Festival WG.

Dort essen wir etwas und ich fahre mit meiner Schwester an den Brienzersee bei Bönigen. Später kommen auch mürggu, seine Frau, Sandy und noch zwei weitere Freunde von ihnen dazu, aber eher spät und ich und meine Schwester fahren schon wieder zurück zu Meier. Dort essen wir noch was zu Mittag und beschliessen, dass wir es versuchen, mit dem Auto nähe an den Haupteingang zu kommen, als wenn wir am einen oder anderen Ende des Flugplatzes parkieren müssen. Gesagt, getan und wir finden tatsächlich einen Parkplatz, einigermassen angenehm zum Laufen vom Haupteingang des Festivalgeländes in der Mitte des Flughafens entfernt.

  Zeitunterschied von ca 6h

 

Ich bin gerade nicht sicher, welche Bands ich heute gesehen habe und wo ich überall war. Heute war ein “ich treffe überall Leute, esse und trinke mit denen und verliere sie dann wieder spontan” – Tag. Ein highlight ist sicher auch der Planted Stand, mit seinen richtig geilen Tender Sticks. Dafür hat der Unmeat Wagen gefehlt. =(

Es hat geregnet und entsprechend sind wir auch mal nur im Vorzelt bei Timo gesessen und haben darauf gewartet, dass es nicht mehr regnet. Mal waren d viele Leute, mal war ich mit Fin und dem Mittalalterdude, der irgendwie auch da war, allein. Danke noch fürs helfen mit den Heringen um Timos Zelt herum 🙂

Ich hab gehofft und gezittert, dass mein kleines Zelt wasserdicht bleibt bei dem Wetter. Und tatsächlich, blieb es auch, ausser man ist ihm von innen angekommen. Zum Glück bin ich klein.

Es gab da diese Stalker Situation / Diskussion, welche irgendwie creep war.

Es gab Treffen mit uralten Bekannten und ganz neuen Gesichtern und jede Begegnung hab ich mit ganzem Herzen genossen.

Ich hab Parkway Drive richtig gut gefunden und überlege gerade jetzt, wie dieser echt tolle, eher ruhige Song geheissen hat. Wo sind die Fans, die mir helfen könnten? (Habs grad gefunden, ich meinte “Darker Still” => https://www.youtube.com/watch?v=tEtO2yaX304 ) Live kam der richtig geil rüber.

Und auch Sabaton haben mich überrascht.

 

Dann gab es da noch diesen merkwürdigen Brauseshot, den wir gratis erhalten haben und mich irgendwie schon leicht hat fliegen lassen.

Als ich ins Zelt zurückkehre, ist es schon spät. Das nennt sich Real Festival Experience oder so, hab ich mir sagen lassen. Und trotzdem gibt es Leute, die erst jetzt ihre deponierten Jacken / Pullis in meinem Zelt noch abholen kommen. Keine Ahnung, wie ihr es nach Hause geschafft habt.

“Mein Mann hat mich sitzen gelassen und ist schon mal nach Hause gegangen, SCHON WIEDER” xD Bin direkt froh, ist mürggu jetzt in deiner Obhut und nicht mehr in meiner *hihi*

Die Nacht ist weniger frisch als die letzten zwei und ich friere nicht. Dafür schlafe ich auch nicht lange, da ich nach knapp 2,5h von lustigen Gesprächen bei uns im Camp geweckt werde und im Halbschlaf beschliesse, mit zu den lustigen Stimmen zu setzen.

 

Es ist Samstag. Morgen. Um 6:30.

 

Die lustigen Stimmen gehören zu Voby und Jamie, einem von Paul adoptierten Iren, welcher am Greenfield bei der Lichttechnik arbeitet und in Deutschland wohnt. Jill ist auch da, aber eher halb am Pennen und sieht in etwa so fit aus, wie ich mich fühle. Mein Aussehen kommentiere ich eher nicht. Zelten hat mich auf die Idee gebracht, dass ich das mit dem Schminken auch einfach lassen kann. Was solls, abgefuckt ist auch in Ordnung. Dann bin ich etwas weniger ein Panda frühmorgens 🙂 Ich setz mich zu der lustigen Truppe und wir quatschen viel Unsinn (Voby: “look, this is a „gradi“ “), haben scharfe Nachos auf dem Tisch und spielen Riesen- Jenga frühmorgens. Ich gewinne. Ich glaube 2 von 3. Oder 2 von 2… Auf jeden Fall gewinne ich. Und ja, natürlich schreibe ich genau jetzt Jamie an, um nachzufragen, wie hoch ich gewonnen habe. xD Wir einigen uns, dass wir nicht mehr sicher sind, aber dass 2 von 3 sich gut anhört. Und das ich gewonnen habe. Soll ich nochmals schreiben, wer Sieger war? 🙂

 

Plötzlich taucht Nicä auf, mit dem Spruch «Ich muss mich nur noch kämmen gehen, gebürstet wurde ich schon» Danke dafür, ich hab echt fünf Minuten lang über den Spruch gelacht.

Im Verlauf des Vormittags stösst Hattrick wieder dazu, der gestern dann doch nicht mehr aufs Gelände gekommen ist. Macht nix, Wetter war eh eher nass und so konnte er die Hochzeit seines besten Freundes auch richtig geniessen.

Auch heute gibt es keine “Muss ich dringend gesehen haben” Slots. Daher bleib ich auch einfach mal ruhig im Camp sitzen oder ich schaue, dass ich möglichst viele Freunde, Bekannte und Kollegen irgendwie und irgendwo nochmals treffe. Natürlich auch Dänu vom Greenfield Trupp zwei, mit seiner immer grünen Jacke. Und nein, ich mag ihn nicht nur wegen seiner Jacke.

Wir haben uns am Donnerstag schon kurz gesehen, aber auch da war schon wusel, wusel angesagt.

Lustigerweise kommt genau auch noch Pädu vorbei, um sich zu verabschieden. Er geht nach knapp einem Tag Konzert am Greenfield schon wieder nach Hause. Es ist 22 Uhr. Wir definieren, dass Pädu jetzt als Synonym für “Alt” genutzt werden darf, da er es nicht mehr aushält, ohne Familie einen Tag lang weg zu sein. Und ne ganze Nacht lang weg sein, wäre ein absolutes Unding. Müsste ich ein schlechtes Gewissen haben, dass ich mir ein paar Nächte mit Freunden und quasi Familie gönne? Nein, ich denke nicht.

Wir schaffen es Jana tanzen zu sehen im Rckstr Zelt und ich treffe Aleh wieder, die wunderschöne Feuertänzerin.

Nach dem letzten Konzert versuche ich mich noch von Jamie zu verabschieden, aber der Bereich vor der Hauptbühne wird schon geräumt von den Security. Och nee.

Da ich nur knapp 2.5h geschlafen habe, hab ich nach dem letzten Konzert eine Krise und komme aus dem Gähnen gar nicht mehr raus. Und es wird immer enger im Rckstr Zelt. Daher verziehe ich mich bald mal nach dem letzten Konzert in mein Zelt. Und schlafe, sobald ich mich in meine tausend Schichten eingewickelt habe. Ob ich mir nächstes Jahr Wärmebeutel mitnehmen sollte?

Oder n Zeltbuddy, der als Ofen dient? Ich überlege noch. Hab schon einen Plan, wie das Zelt weniger nass sein könnte, wenn es regnet. Zelten macht doch ganz schön Spass, muss ich zugeben.

Frühmorgens hab ich ne Nachricht von Jaime, dass wir uns verpasst haben, er uns aber Greenfield Shirts dagelassen hat. Oh no. wir vereinbaren, dass er nochmals vorbeikommt, wenn wir beim Abbauen der Zelte sind, um sich richtig zu verabschieden, da er nicht so schnell irgendwo wiederzutreffen sein wird. Und er kommt tatsächlich nochmals vorbei im Camp um uns Goodbye zu sagen.

 

Beim Zeltabbau findet mein Zeltnachbar: “Das Gute am Abbauen ist, man braucht keine Anleitung” und macht dann irgendwas komplett Verkehrtes 🙂 Ja, das Innenzelt hängt man zuerst aus. Und ja, du hast ein Innenzelt. Ich liebe Menschen.

Hattrick macht sich schon mal auf dem Heimweg als sein Zeugs gepackt ist. Ich warte noch, bis Timo ready ist, um sein riesiges Zelt zusammenzupacken. Konnte er nicht allein aufstellen, wird also auch zusammen eingepackt.

Wir wissen jetzt, auch Timo kann ein Burrito sein, wenn er möchte.

Bis alle mal alles gepackt haben, ist schon kurz vor Mittag.

Ich stelle Timo, Timo und Vany an den Bahnhof Interlaken mit einem Auto, das noch ganz ist, obwohl es auf dem Festival Parkplatz geparkt war und das mit viermal Campinggepäck so übervoll ist, dass ich selber überrascht bin.

Dann fahre ich in die Festival WG Meier, um zu frühstücken oder schon eher um Mittag zu essen.

Da die Züge voll sind, fahre ich meine Schwester noch bis nach Bern und dann mache ich mich auf den Weg heim, zu den Jungs. Mein Kopf voller wunderschöner Erinnerungen und mein Herz angefüllt mit Liebe, die ich dank Freunden und tollen Tagen sammeln konnte.

 

Beste Tage im Jahr! 

 

Sprüche und Erkenntnisse vom Greenfield 2023:

  • alti froue, di hei meh falte, das rändiert meh zum bügle 😁
  • Kobolde und Eichhörnchen haben beide einen langen, buschigen Schwanz
  • biffelet (kiffe)
  • Die Lieblingsfrucht von Beethoven ist Banananaaa (xD)
  • wär sleept isch doof
  • Kann man einem Iren auch «irischstämiger Brite» sagen
  • «i ha hunger» – «iss doch de louch» – «weso seisch em björn louch?» – « nei, de björn steit näbem louch»