Hach, das Berndeutsch..
Ich muss zugeben, das ich jeden Tag in Bern intensiv geniesse, nicht nur weil das Emmental und die Region um Bern herum beide so schön sind, nein, auch wegen dem Berndeutsch.
Hier in Winterthur habe ich mit so vielen, unterschiedlichen Dialekten zu tun und (grosse Überraschung) trotzdem eher selten mit der überaus unbeliebten „Zürischnurre“. Wobei hier auch die Zürcher selber der Meinung sind, das die typische Zürischnurre eher nur in der Stadtzürich vorkomme. Ich glaube euch das mal einfach so 😉 Leider gibt es hier sehr wenige Berndeutschsprechende Menschen, oder die gehen mir einfach aus dem Weg.
Such ich halt meinen eigenen Weg und bin fleissig dran, mein Berndeutsch unter die Leute zu bringen. ZBsp haben meine geliebten Zürcher und Thurgauer gelernt, was „Söiblueme“ und „Himmugüegeli“ sind.
Das erstere ist eine Blume. Eine gelbe Blume. Auch Löwenzahn genannt. Irgendwie lustig, das vom hochdeutschen Wort „Löwenzahn“ eine „Söi (Sau)blueme“ entsteht.
Das Wort hab ich im Zusammenhang von selbergemachter Konfitüre mal gebraucht, das wir doch eben Löwenzahn sammeln könnten und daraus selber was köcherlen.
Das zweite Wort ist ein kleiner, meist rot-schwarz gepunkteter Käfer. In der normalsprechenden Welt nennt man die Krabbeldinger „Marienkäfer“. Wer hier wie auf den Namen „Himmugüegeli“ gekommen ist, ist mir leider nicht bekannt.
Die niedlichste Verwechslung der beiden Wörter hat mein Holder gehabt, als er mit mir über die „Himmugüegeli-Konfi“ reden wollte, weil wir doch eben aus Löwenzahn Blüten nen Brotaufstrich machen wollten.
Das ich zuerstmal doll geschmunzelt habe, ist wohl klar. Und auch die Tatsache, das ich den Gedanken an ne Marienkäfer Marmelade ziemlich ekelhaft fand auch!
Also nochmals mit Bildern => Berndeutsch für Anfänger:


Us „Söiblueme“ werdet im Zürcher Unterland „Chettestöck“.
Das Zürischnure-Problem geht aus meiner Sicht darauf zurück dass sich alle neu dazu gekommenen einer Sprache bedienen, die von den meisten anderen verstanden wird (Ist ja eigentlich das Ziel der Kommunikation). Dies hat aber natürlich zur Folge, dass alle regionalen Eigenheiten die Tendenz haben, verloren zu gehen. Das Berndeutsch hat den Vorteil, das die gut vertretene Musikszene dafür sorgt, dass auch der Rest der Schweiz diese Sprache war nimmt. Bei uns im Zürcher Unterland verschwinden die speziellen Ausdrücke unbemerkt weil nur wir die verstehen … us „Anke“ wird „Butter“, us „Gschwungnem“ wird „Schlagrahm, geschlagen“ und us de „Wurmesli“ werdet …. „Ameise“. …. und werdet so au langsam zur Zürischnure und das ganz na understützt durch Standartsprach im Chindegarte, wo kein Tütsche würkli verstat …
Meine Arbeitskollegen nennen das Zeuchs auch „Chrottepösche“.
Na, solang wir aber aus der Blume Konfi machen und nicht aus dem netten Tierchen, ist alles iO =D
Das mit der versteckten Sprache verstehe ich nicht ganz => Welches sind die Ausdrücke, die nur die Zürcher Unterländer verstehen?
Was die Musiker aus Bern betrifft, kann ich nur zustimmen. Was aber dann gar nicht geht, wenn ein Nicht-Berner ein bekanntes Berndeutsches Lied mit seinem Dialekt singt =D Nein, nein, nein, das tut dann in den Ohren weh =D
ha o dänkt, mau e lischte mit es paarne bärner zämesteue u näre pro wuche eis, zwöi erchläre 😉
was gits no so a typische, bärndütschi wörter, wome knapp bis ad gränze vom kanton kennt? ideesammlig ahoy!
Hehe…da gits no ganz viu luschtegi Wörtli, wome dine Oschtschwyzer Gspänli chönnti biibringe 🙂