Blinde Kuh – Essen im Dunkeln

Essen im absoluten Schwarz.

Der Gedanke hatten wir schon lange mal. Aber irgendwie vergisst man das man wollte, nicht jeder hat gerade Zeit oder irgendwas anderes passt nicht. Ergo, man würde zwar wollen, tut aber trotzdem nichts dafür auch mal ein Ergebnis zu erhalten.

Da meine ergänzende Hälfte im Januar Wiegentag hatte, hab ich spontan ein Essen in der Blinden Kuh reserviert und ihm nur verraten, das wir wohin gehen.

Mit einem minutiösen Plan sind wir über den Bahnhof Zürich, um dort auf dem grossen eBoard noch die Smileys von meinem Holden an zugucken, und dann weiter mit dem Tram Richtung Seefeld.

Das Restaurant ist abgelegen und nicht direkt im Kuchen der Stadt. Dementsprechend ist meine Herzblatt eher verwirrt, als das er eine Ahnung hätte, wo wir hin gehen.

Erst als wir direkt vor dem Restaurant stehen, wird ihm klar was geplant ist.

Im Foyer melden wir uns an und geben unseren Krempel in ein Schliessfach. Handy, Uhr und was sonst noch alles leuchten könnte muss auch abgegeben werden.

Danach werden wir von einem netten Herrn ins unendliche Dunkel geführt.

Das sieht dann etwa so aus:

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Wenn man am Tisch Platz genommen hat, passiert erstmals nicht viel.

Das ist gut so, den diese unendliche Schwärze ist am Anfang ziemlich erdrückend. Man erkennt nichts, man kann Entfernungen nur schwer einschätzen und durch den kurvigen Tunneleingang verliert man auch ein Stück weit die Orientierung. Kurz gesagt, alle Sinne sind verwirrt und müssen sich zuerst wieder sammeln.

Zum Essen haben wir ein Überraschungsmenü bestellt. Das heisst, wir haben keine Ahnung was wir gleich essen werden. =)

Das Essen ist sehr lecker, aber durch das raten, was wir überhaupt essen, ist das Geniessen ein Stück in den Hintergrund gerückt. Daher empfehle ich eher eine Wahl des Menüs, welches man selber wählen kann, damit man sich nicht mit Rätseln aufhalten muss.

Zwei oder drei Bisse waren auch richtig eklig, aus meiner Sicht eine Mischung aus Bää und Gschlüder.  Was genau das war konnten wir weder erschmecken, noch mit der Auflösungs-Karte des Menu Surprise eruieren. Was unter anderem auch ein Grund ist, warum ich nur noch wissen möchte, was ich esse 😉

Zu Essen gab es folgendes:

wpid-DSC_0053.jpgDie Karte erhält man beim gehen, damit man prüfen kann, was man alles erkannt und was einem total überrascht hat.

Gegessen wird natürlich mit Messer und Gabel, aber da keiner zuguckt, kann man ohne Problem mit den Händen erfühlen, ob der Teller leer ist. Der vierte Gang ist nämlich ein feuchtes Handtuch, für die Hände.

Ich war von der ganzen Atmosphäre sehr angetan und kann das Erlebnis sehr weiter empfehlen. Spannend war auch, das man in der Dunkelheit weniger den Drang hat zu sprechen. Wir konnten da ohne Problem sitzen und einfach gar nichts sagen und die Stimmung, die Dunkelheit und alles drumherum wirken zu lassen.

Schwarz Weiss Denken oder Färben…

Jetzt, in der kälteren Jahreszeit, trage ich öfters mal lange, kuschlige Jäckchen.

Als ich vor ein, zwei Wochen mit meinem weissen Jäckchen im Büro war, hab ich von allen Seiten gehört „Was, du trägst Weiss?“ – „Du bist heute aber sehr hell angezogen..“ – „Warum hast du den den Bademantel an?“ und Ähnliches. (Das lustigste war ja die Arbeitskollegin, die dachte, ich hätte nur das an…)Auf jeden Fall hab ich mir gleich vorgenommen, das gute Stück zu färben, da ich tatsächlich sehr wenig weiss trage und das teil selten anhabe, wegen der Farbe.

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Also ab in die Drogerie Meier (die sind anscheinend schon länger in der Markgasse in Winterthur, ich war da nur noch nie drin) und mich beraten lassen. Mit der richtigen Farbe, plus einem halben Kilo Salz das Kleidungsstück in die Abwaschmaschine und 40° im normalen Waschgang waschen. Danach die Farbtütchen aus der Maschine nehmen und gleich nochmals, mit Waschmittel waschen, damit die Restfarbe ausgewaschen wird.

imageDas Endergebnis sieht nun so aus:

imageIch finds toll, und trage das Jäckchen in der letzen Woche wohl mehr als in den Monaten davor.

Schwarz, Schwarz, Schwarzwaschmittel, für Schwarze Kleidung….

 

Kuschelhandschuhe..

Man nehme Papier, Stoff, ne Nähmaschine, ne Schere, Bleistift und nen weissen Schreiber, Faden, Nadeln und ein Gummiband.

Dann guckt man, wie gross die Hände des Liebsten / der Liebsten sind, guckt wie gross die eigene Hände sind, macht ne Zeichnung ala HandgelenkmalPi und fängt an zu basteln. dazu sei gesagt, ich hatte viel Stoff, sehr viel Stoff.. Also konnte ich sehr unbefangen experimentieren 😉

die Idee für diesen Handschuh mit zwei Eingängen hatte ich vor Jahren von Geschenkidee.ch. Nur hat mir das eine Exemplar auf der Seite nicht wirklich gefallen, und rot ist auch nicht wirklilch unsere Farbe. =D Also schwarz-grüner Stoff besorgt, nen passenden Nachmittag abgewartet und bisschen rumgenäht. =)

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Aufzeichnen, was man in etwa gerne hätte….

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Auf den Stoff übertragen, und die Mittelnaht nähen..

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Die beiden zugeschnittenen, an der Mittelnaht schon zusammengenähten, Stücke zusammen nadeln. Danach die Enden umstulpen und nähen, ein Gummiband einziehen, den Abschluss bisschen hübsch machen, und tataaaaaaa:

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Ein „paar“ Kuschelhandschuhe ist fertig, perfekt für das Händchenhalten im Winter.

Nun kann der Schnee kommen, wir sind gewappnet…..