Hermann, ein Kuchen für alle

Kennt noch jemand von euch den Hermann Kuchen?

Dieser Kuchen, von dem man eine Hälfte des Teiges geschenkt bekommt und die andere Hälfte man selber macht?  Klingelt da irgendwas?

Als ich letztens bei der Arbeit über diesen Kuchen nachgedacht und auch diskutiert habe, sind mir zwei Dinge aufgefallen:

1. => Ich bin die einzige in meinem Office, die diesen Kuchen kennt.

2. => Der Gedanke, einen Kuchenteig weiterzugeben, ist ziemlich „grusig“ wenn man sich überlegt, was mit dem Teig alles schiefgelaufen sein könnte, resp was da alles drin sein könnte. Ergo, macht euch nicht solche Gedanken zum Hermann Kuchen, ansonsten ist die Idee gar nicht mehr so lustig sondern nur noch „bäääähh“.. =D

 

Rezept(von http://www.oetker.de/oetker/rezepte/backen/grundrezepte/grundrezept_hermann-teig.html  )

etwa 4 Portionen je 200 g

Teigansatz:

100 g Weizenmehl
1 EL Zucker
1/2 Pck. Dr. Oetker Trockenbackhefe (knapp 2 gestr. TL)
150 ml lauwarmes Wasser
 

1. Füttern:

100 g Weizenmehl
150 g Zucker
150 ml Milch
 

2. Füttern:

100 g Weizenmehl
150 g Zucker
150 ml Milch

 

1 Teigansatz: Mehl in einer verschließbaren Schüssel (Inhalt: etwa 1, 5 l, keine Metallschüssel) mit Zucker und Hefe vermischen. Lauwarmes Wasserhinzufügen und mit einem Rührlöffel (aus Holz oder Kunststoff) zu einem glatten Teig verarbeiten. Die Schüssel mit dem Deckel verschließen.

 

2 Den Teigansatz 2 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen, dabei ab und zu umrühren. Teigansatz dann im Kühlschrank aufbewahren.
Von nun an so weitermachen, als hätte man den Hermann-Teig geschenkt bekommen.

 

3 Verarbeitung des „geschenkten“ Hermanns:
1. Tag: ruhen
2. Tag: umrühren
3. Tag: umrühren
4. Tag: umrühren

 

 

5. Tag: 1. Füttern:
Mehl mit Zucker und Milch hinzufügen und gut verrühren.

 

6. Tag: umrühren
7. Tag: umrühren
8. Tag: umrühren
9. Tag: umrühren

10. Tag: 2. Füttern:
Mehl mit Zucker und Milch hinzufügen und gut verrühren.

 

4 Den dickflüssigen Hermann-Teig in 4 gleich große Portionen (je etwa 200 g) teilen. Mit einer Portion kann jeweils ein Rezept zubereitet werden. Die Portionen können aber auch einzeln eingefroren werden, verschenkt werden oder einen neuen Ansatz damit zubereiten. Dann mit dem 1.Tag (ruhen) beginnen.
 

Tipps:

  • Bewahren Sie den Hermann-Teig während der 10-tägigen Zubereitung in einem gut verschlossenen Gefäß im Kühlschrank auf. Wenn der Hermann-Teig zu warm steht, kann die Milchsäuregärung in Essigsäuregärung umschlagen. Dann wird der Teig ungenießbar und riecht sehr unangenehm.
  • Während der Ruhezeiten kann sich etwas Flüssigkeit an der Oberfläche absetzen. Das hat jedoch keine Bedeutung für die Weiterverwendung.
  • Der Teig ist relativ flüssig und es setzt sich auf der Oberfläche Schaum ab.
  • Der Geruch des Ansatzes ist angenehm säuerlich.
  • Der Teigansatz oder der fertige Teig kann bis zu 3 Monate eingefroren werden.

 

So, wer hat nun Lust was zu backen? Wer kannte den Hermann Kuchen sogar noch? Und würdet Ihr diesen jetzt überhaupt noch essen, wenn ihr euch die Gedanken macht, die ich mir gemacht habe?

Ich bleib glaube ich lieber bei meinem Ananas-Kuchen 😉

2 thoughts on “Hermann, ein Kuchen für alle

  1. wäääääääääääää ja den kenne ich auch noch 🙂
    kann mich aber nicht erinnern ob mitgebacken oder nur gewundert dass es leute gibt, die auf solche ideen kommen 🙂

  2. Jaaaaa, den kenn ich noch!!! Ui, lang ists her!! 😉 Aber: wenn ich mich recht erinnere hab ich nicht durchgehalten mit diesen 10 Tagen und ihn ev ? auch gar nicht gegessen…oder vielleicht doch?! Auf jeden Fall ein grosses Iiiiiiih an die Adresse dieses Naturalien-Kettenbriefs!

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