Berndeutsch: Äbeeri und Ghüder

Als ich vor ein paar Wochen in einem Restaurant an einem heissen Sommertag zum Dessert einen Erdbeerfrappe bestellte, hat mich die Kellnerin nur mit grossen Augen angestarrt und kein $Wort vrstanden.

Andi: „Es Kafi-Frappe bitte“

ivi: „Ig hätti gärn ds Frappe mit Äbeeri“

Kellnerin: „Mit was fürner Geschmacksrichtung?“

ivi: „Ä- Beeri“

Kellnerin: ….

Andi: „Si meint Ärdbeeri“

Kellnerin: „Ah, natürli“

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Im Berndeutschen muss man gar nicht so viele Buchstaben nutzen für manche Worte- Also wird aus der Erdbeere ein Äbeeri. Einfach, oder?

 

Lustig ist dann auch, wenn ich im Migros an des Kasse nach Ghüderseck frage. Ghüder (Abfall) kennt man in Winti/ZH nicht. Man kennt den Güsel und den Abfall. Da musste ich definitiv mich schon ein paarmal zusammenreissen und nach Abfallsäcken fragen. Oder mein Holder hat auch hier am Anfang immer Hilfreich nachgebessert. Unglaublich mit was man hier alles zurechtkommen soll.

Ein Ghüder kann sowohl der Dreck sein der herumliegt, wie auch einfach der Abfallkorb.

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Gewinner vom Wettbewerb zum 300. Blog

Unsere Katzen haben gewählt.

Der Gewinner meines Blog internen Wettbewerbes ist Ben K. mit seiner Geschichte „Das grüne Einhorn„.

Er wird den Sack mit „Toxic“ erhalten.

Und da wir am Schluss ganze zwei Einsendungen hatten, erhält die zweite Geschichte „Ä dürzogne Usflug“ auch einen Sack, und zwar den mit „Bananenflanke“ darin.

Herzlichen Dank an die Geschichtenschreiber!

Berndeutsch: Höibeeri oder Heiti

Mal wieder etwas Berndeutsch.

Wenn ich etwas backe und mit ins Geschäft bringe ist das immer sehr unterhaltsam. Das Risiko, ob überhaupt jemand von dem Experiment nascht und wenn ja, wie lange dauert es, bis die Person grün anläuft. =) (Das ist zum Glück noch nie passiert, obwohl ich schon Besuch mit versalzenem Quarktortenboden fast vergiftet hätte und alle ausser mir das auch tatsächlich aufgegessen haben, obwohl ich die Leute gebeten hatte, den Tortenboden nicht zu essen… )

Egal, zurück zum Thema.

Vor ein paar Monaten fand ich das Rezept für einen leckeren Höibeerikuchen.

Im Berndeutschen nennt man die blaue Beere „Höibeeri„. Und wie immer, hat kein Mensch gewusst, was ich da für ein Kuchen mitgebracht habe.  Und trotzdem wurde der Kuchen voller Wonne gegessen. (Ich bedanke mich für eure grosse Risikobereitschaft, mit welcher ihr immer wieder esst, was ich zusammen bastle!)

Je nach Region im Bernbiet sagt man auch „Heiti„.

Damit ist die normale Heidelbeere, auch bekannt als Blaubeere oder Blueberry gemeint. Logisch, oder?

Also, wenn euch mal jemand einen Höibeerimuffin oder-kuchen anbietet, einfach mal probieren.

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Übrigens hab ich mir sagen lassen, das auch Himbeeren im Zürcher- und Thurgauerdialekt nicht abgekürzt werden, sondern man einfach „Es Himbeeri“ sagt. Im Berndeutsch würde man „Es Himbbi“ auch verstehen. Wir sind halt schon clever, wir mit unserer lustigen Sprache. Oder. =)