Wettbewerbgewinn: Senklot

Beim Openday der MSW in Winterthur, wurde jedem Besucher schon am Eingang ein Zettel mit lustigen Fragen in die Hand gedrückt.

Wir haben da einen Kollegen besucht, der dort als Lehrer tätig ist und natürlich Werbung für den Tag der offenen Tür gemacht hat.

Wenn man alle Abteilungen besucht hat, konnte man die Fragen mehr oder weniger einfach beantworten (meistens mit etwas Hilfe, weil die Fragen doch noch irgendwie schwer waren (toll wäre es übrigens, wenn die MSW noch die korrekten Antworten online stellen würden, einfach weil mich die Themen tatsächlich noch interessiert haben)), auf jedenfall konnte man problemlos raten. =)

Wir haben natürlich mitgemacht und uns keine grossen Hoffnungen gemacht zu gewinnen, weil eben Fragen schwer.

Als ich gestern nach Hause gekommen bin, hatte ich ein Paket der MSW in unserem Briefkasten. (Ich mag Pakete..)

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Da ich eher selten im Kontakt bin mit der MSW (den Kollegen sehe ich drei mal die Woche anderswo, also erwarte ich keine Post von ihm) hab ich mir schon fast gedacht, das meine Raterei gar nicht mal so schlecht war.

Und tatsächlich:

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Ich habe ein Senklot gewonnen!

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Ich bin mir sicher, das ich schon immer eins haben wollte, obwohl ich keinen Plan habe, für was man das gute Teil nutzen kann, als Bürogummi/Hobbykoch/Kleinzeuchsbastler/ivilein.

Aber nun hab ich eins und bin happy.

Danke MSW! =)

Putzfrau – Segen oder Fluch?

Letztes Jahr hab ich in einem Gespräch mit einer Arbeitskollegin, welche von ihrer erste und neuen Putzfrau erzählt hat, beschlossen, das ich auch eine Putzfrau anstellen möchte.

Also nicht lange gefackelt (mache ich eigentlich nie..) und bei der Putzfrauen Agentur in Winterthur angefragt, ob jemand verfügbar wäre.

Danach erste Wohnungsbesichtigung mit der Agenturchefin und der Putzfrau, Putzmittel nach Wunsch einkaufen und einen ersten Termin ausmachen. Ich hab die Putzfrau jeweils so geplant, das ich selber auch zu Hause bin, damit ich die Küche putzen konnte, während die Haushaltshilfe aufsaugt, feucht aufnimmt und die Bäder macht.

Am ersten Tag hab ich schön alles aufgeräumt, die Böden freigemacht (Teppiche, Stühle und Sonstiges was halt so rumsteht auf die Tische, oder das Bett geräumt) und gewartet. 10min nach dem ausgemachten Termin war ich schon arg nervös, denn die Dame war noch nicht eingetroffen. Also kurzer Anruf im Putzinstitut, ob ich mich im Tag vertan habe. Alles korrekt. Und direkt während ich auflegte klingelt es an der Haustüre.

Na gut, der erste Eindruck ist schon mal etwas gedämpft mit einer knappen Viertelstunde Verspätung. Aber rasch wird ans Werk gegangen und ich erhalte sogar Tipps, was man wie waschen könnte, etc. Also doch noch irgendwie nett.

Während der Zusammenarbeit bemerke ich schon, das mein Dialekt kleine Schwierigkeiten mitbringt, denn die nette Frau X. (Name bekannt, aber wird hier nicht erwähnt) spricht nur gebrochen Deutsch und nickt zwar wenn ich etwas sage, aber versteht soweit ich das Verhalten nach klaren Anweisungen interpretiere, nicht wirklich mein Berndeutsch. Schade. Ich würde ja auf Hochdeutsch wechseln, aber wenn man mir nicht sagt, das man mich nicht versteht, gehe ich davon aus, das meine Anweisungen klar sind.

Egal. Nach den ersten beiden Monaten bin ich öfters mal abwesend während ihren Einsätzen, da ich das Gefühl habe, das es auch ohne mich läuft. Da das mit der Zeit irgendwie immer noch so läuft, das man 10min später kommt und dafür 5min eher geht als ausgemacht wurde, habe ich kein schlechtes Gewissen, wenn ich auch mal die Küche auf die To Do Liste setze, oder erwähne, das doch bitte Stühle und Teppiche (die nicht mehr von mir weggeräumt werden, und daher auch nicht von mir zurückgestellt werden sollten) an ihrem angestammten Platz liegen sollen, wenn wir nach Hause kommen.

Aus dem am Anfang als total Happy Gefühl, das geputzt war, wenn man am Abend nach der Arbeit nach Hause kommt, wurde aber bald ein „Was ist dieses mal kaputt“ und ein „Warum muss ich schon wieder alle Teppiche in der Wohnung zurück legen“. Man merkte jedesmal das jemand in der Wohnung war, was mit der Zeit sehr nervig wurde.

Kurz vor Ende Jahr wurden wir via der Agentur über ein kaputtes Zahnglas informiert, das beim Putzen heruntergefallen sein. Da wir genau die Zahngläser nicht geputzt haben wollten, da dort immer sehr viel Kleinkram gesammelt wird und wir die Gläser ab und an einfach in die Abwaschmaschine stellen. Auf die Email haben wir dann reagiert und erwähnt, das wir es nicht so toll finden, jedesmal nach der Putzfrau aufräumen zu müssen und das öfters mal etwa kaputt sei, dies aber das erstemal mit Meldung. Laut Agentur war unsere Putzfee an diesem Tag wegen einem anderen Termin unter Zeitdruck und konnte daher das mit den Teppichen nicht erledigen, weil die Böden noch feucht waren.

Schade, wenn man aber schon über 2 Monate mit der Person zusammen geputzt hatte und weis, das 1. die Putzfrau nur 1,75h in der Wohnung ist, anstatt wie vereinbart 2h und 2. die Teppiche von mir immer in dieser Zeit zurückgelegt wurden, da alle Böden schon trocken waren.

Kurzum wurde uns eine neue Putzfrau zugeteilt, welche ab dem neuen Jahr putzen sollte. Um jegliche Missverständnisse zu eliminieren, hatten wir für Frau Y. von Anfang an eine To Do Liste auf dem Esszimmertisch mit Anweisungen. Beim ersten Mal wurden wie vereinbart 2h verrechnet. Da mir nach dem ersten Mal aufgefallen war, das nicht nur die Küchenablage, sondern auch alle Schranktüren geputzt wurden, war mir klar, das dies mehr Aufwand war, als 2h. Also habe ich die Anweisungen klarer definiert und bei Küche erwähnt das nur die Ablageflächen geputzt werden müssen.

Beim nächsten Termin wurden dann 2.5h verrechnet, obwohl weniger zu tun gewesen wäre. Für uns nicht mehr wirklich tragbar, denn nun wurde auch unser Staubsauger mit einem kaputten Rad einfach im Putzschrank verräumt. Also haben wir die Kündigung auf den nächstmöglichen Termin gesendet, mit der Information, das wir auf weitere Einsätze gerne verzichten würden. Da dies aber nicht möglich war, da die Planung für den Monat gemacht war und Lohn und etc. (Aber man konnte am Freitag absagen, wenn man am Montag die Putzfrau nicht im Haus haben wollte, is klar, oder..) Egal, ein letzter Termin stand also an.

Per Email hatten wir auf ein paar Sachen hingewiesen, das wir zBsp nicht bereit wären für mehr als 2h Arbeit zu bezahlen, da unsere Wohnung nicht so gross ist und vor allem uns ja schon bewusst war, das die alte Putzfrau ja jeweils sogar weniger lang in der Wohnung war als vereinbart. Dreist fanden wir auch, das unsere Badezimmerteppiche einfach auf unsere Wäschekörbe gelegt , anstatt gesaugt wurden. Und das unser Putzschrank in unseren Vorratsschrank geräumt wurde, mit den nassen, gebrauchten Putzutensilien fanden wir auch nicht lustig. Der Umstand, dass alle Abfallbehälter geleert wurden, war zwar nett gemeint, aber bei Säcken ohne viel Inhalt leider auch nur eine Sackverschwendung. Es hat also einfach nicht mehr richtig gepasst.

Nach dem letzten Termin kommt die Rechnung für 3h Arbeitsaufwand, wovon ich natürlich gleich mal 2h bezahlt habe und die Agentur über die falsche Summe informiert habe. Daraufhin wurde uns gesagt, das die 3h schon korrekt seien, da an diesem Tag sehr viel zu tun war und wir doch bitte den vollen Betrag zu bezahlen hätten.  Aha.

Zum Glück hab ich eine Rechtsschutzversicherung, bei der ich den Sachverhalt direkt mal abgeklärt habe. In dem Vertrag mit der Agentur steht nämlich klar „2h alle zwei Wochen“ plus unsere Email ca eine Woche vorher erklärt auch nochmals, das wir nicht mehr als 2h Aufwand bezahlen. Was gab es da falsch z uverstehen? Ansonsten könnte man sich ja einen schönen Tag machen und würde bei uns immer was zu putzen finden. (Ja, zBsp die Fenster, den grossen Balkon mit all dem Blütenstaub, Staub wischen könnte man, etc, etc..). Leider hab ich nach meiner letzten Email, in welcher nochmals der Vertrag erwähnt wurde, nichts mehr von der Agentur gehört. Weder ob der Fall nun abgeschlossen sei, noch ob ich nochmals mit einer Mahnung rechnen muss. Aber das war im März. Die Agentur kann mich also immer noch überraschen.

 

Mein Fazit für ich => Definitiv Fluch!

Ich putze lieber selber. Bis vor einem Jahr hab ich den Boden feucht aufnehmen als grandios doof empfunden. Nun kann ich dank gutem Timing immer direkt nach dem Staubsaugen meines Holden gleich die Böden feucht aufnehmen und zag, hat man auch das schon erledigt. Und mit den gesparten 160.- geh ich lieber Essen oder kaufe mir was schönes, so eine Putzfrauen-Agentur kann ich nicht wirklich weiter empfehlen.

Radfahren in Winterthur

Freitag, 17:00

Ich gucke aus dem Fenster von meinem Büro und überlege mir, ob es wohl wie geplant Hotdogs zum Abendessen geben wird, oder ob wir ohne Brot mal wieder improvisieren müssen. Gleichzeitig studiere ich das Wetter und rechne die Chancen für mich aus, noch vor dem Regen nach Hause zu kommen. Die Chancen stehen schlecht.
Ca 2min später klingelt mein Handy und meinHolder ruft mich an. Er möchte mich abholen, da der Weltuntergang vor der Tür steh (es ist echt dunkel draussen) und wir sowieso kein Brot haben. Aber einkaufen will ich auch nicht. Und auf Pizza hab ich auch keine Lust. Und mein Fahrrad würde dann noch im Büro stehen. Und überhaupt.
Also nicht einkaufen.
Da fällt mir ein, das ich ja noch Silser-Tessiner-Brot vom Mittag habe und wir einigen uns darauf als Hotdog Brötchen Ersatz, weil wir einfach faul sind.

Bleibt also nur noch das Problem mit dem Wetter. Während des Gesprächs fallen erste Regentropfen. Suuuupa!

Ich hab aber noch was zu erledigen, und kann sowieso erst nach Halb-Sechs losfahren. Es windet, aber ist noch trocken.

Die Autofahrer stehen mal wieder ohne Ende und ein paar Schlaumeier blockieren die Kreuzung Zürcherstrasse Richtung Storchenbrücke und weichen daher quer zur Busspur aus. Ich als Radfahrer mag knapp vorbei kommen, aber der Busfahrer wird sich freuen. Ich fahre gegen die Zeit. Wann wird es mit dem Nass von oben anfangen?

Bei der Velobrücke zur Vogelsangstrasse drücke ich frisch fröhlich auf die Fahrradglocke, damit die beiden Jungs auf der Brücke nicht erschrecken und etwas aus dem Weg gehen. Da die beiden trotzdem von meinem Klingeln völlig überrascht sind (mal ehrlich, warum wird hier so selten geklingelt, wenn man mit dem Velo an Fussgängern vorbei fährt??), laufen sie zuerst ineinander und dann wie Hühner auseinander. Zum Glück klingel ich immer schon von weitem, damit die Leute genügend Zeit zum Ausweichen haben. =)

Beim Überholen entschuldigen sie sich (warum eigentlich) und ich mich auch (weil ich sie verwirrt habe) und bedanke mich auch artig, denn es ist ja auch nett, wenn auf das klingeln reagiert wird.

Auf dem Radweg begegne ich fast niemandem, alle sind wohl schon vor dem Gewitter geflohen. Es regnet aber noch nicht und ich bin noch trocken. Heute will mich mal keiner mit seinem Auto abschiessen. Ein guter Tag also.

Beim Mattenbach Radweg werde ich langsam nervös. Werde ich trocken ankommen oder wird es mich auf den letzten 5 Minuten noch völlig verregnen?

Naa?

Ich bin trocken zu Hause angekommen, kurz bevors mit den ersten Schauern angefangen hat. Darüber bin ich nicht extrem unglücklich, auch wenn es meinem Rad mal wieder gut tun würde, gewaschen zu werden (Memo an mich: Velocheck und -wasch und dann endlich die grosse Glocke, ein Ostergeschenk, anbringen)

Übrigens, bin ich eigentlich einer der einzigen Radfahrer in Winterthur, welcher bei einem Stop-Schild auch tatsächlich richtig stoppt, bei einer roten Ampel auch tatsächlich wartet und beim Linksabbiegen zuerst mal guckt ob ev ein Auto kommt und wenn ja, mit Handzeichen und Blickkontakt einspurt?

Manchmal hab ich das Gefühl.

Vor allem wenn mir meine Kollegen sagen: „Doch, ich halte bei Rot! Ausser, wenn……“ 😉

Ihr Schlingel.. =)