Albanifest in Winterthur

Ich bin kein Freund des Albanifestes in Winterthur, einfach weil mir Stadtfeste immer als Entschuldigung für jeden erscheinen, sich sinnlos zu besaufen. Klar, das ist ein fieses Vorurteil. Ich mag auch keine grossen Menschenmengen, (ich fände auch die Streetparade sehr viel toller mit weniger Menschen, dafür wieder mehr Lala-Trance… Das wäre dann aber ein anderes Thema) und da das Albani das grösste jährlich wiederkehrende Stadtfest in Europa ist (laut Wikipedia) ist eine grössere Ansammlung von Personen wohl irgendwie unvermeidlich.

Auf jeden Fall vermeide ich es tunlichst am Freitag Abend oder Samstag Abend in die Stadt zu müssen.

Trotzdem wage ich ab und an den Eintritt in die Albani Welt. In diesem Jahr am Sonntag Nachmittag. Eine angenehme Zeit, den sehr viele alkoholisierte Menschen sieht man noch nicht/nicht mehr.  Und doch ist die Stadt voll. Das sieht man schon vor dem Festivalgelände, denn überall stehen Fahrräder, und man muss sich als Fussgänger schon mal seinen Weg suchen.

Ohne grossen Hunger von Zuhause los, riecht es an allen Ecken nach leckerem Essen. Schon nach 5min grummelt der Magen und wir suchen nach einem geeigneten Essensstand.

Zuerst finden wir aber einen Tombola-Stand und ich als Fan von Glücksspielen, muss natürlich ein bisschen Geld liegen lassen. Bei der Frage Risiko oder sicherer Gewinn wird es schwierig. Am Greenfield hab ich mit der sicheren Methode zwei DVDs gewonnen, die nicht wirklich zu gebrauchen sind. Aber kein Gewinn ist auch blöde. Heute mal auf Risiko. Und tatsächlich, eines der Lose hat einen Gewinn drin. „Hoffentlich keine DVD, hoffentlich keine DVD.. Und auch keinen Staubsauger, sonst muss ich den durchs Getümmel schleppen… Aber am liebsten keine DVD…“

Gewonnen haben wir das da:

Minnie Maus Lampe
Eine drahtlose Minnie Maus Lampe

Dafür haben wir in diesem Jahr Pech mit dem Essen. Wir sind an einem Indischen Essensstand, der von Osteuropäern geleitet wird, welche weder freundlich bedienen, noch an den Kunden interessiert sind. Zudem ist das Essen kalt und zu scharf (nicht so bestellt =) ) und das „mit Brot“ ist ein halbes Stück labriger Tortilla. Schade, wenn man bedenkt, das man sogar Trinkgeld gegeben hat, und der Verkäufer das stillschweigend „nicht bemerkt“ hat.

Als Trösterli gibt es Apfelküchlein,  die gleichen aus, das der erste Stand ein Reinfall ist. Super lecker und sehr freundliche Bedienung!

Nach einer Runde durch die Stadt und dem Mittagessen hatten wir auch schon genug von den vielen Leuten und haben uns wieder in unsere kühle Wohnung zurück gezogen.

Aber wir waren da.

Und ich glaube, ich verpasse nichts, wenn ich nur alle paar Jahre mal beim Albanifest vorbeigucke. Die Stadt wird in der Menge nicht bemerken, das ich fehle. Und das ist auch gut so. Den Winterthur weiss ganz genau, wie es Feste zu feiern hat. Auch ohne mich.

 

Wettbewerbgewinn: Senklot

Beim Openday der MSW in Winterthur, wurde jedem Besucher schon am Eingang ein Zettel mit lustigen Fragen in die Hand gedrückt.

Wir haben da einen Kollegen besucht, der dort als Lehrer tätig ist und natürlich Werbung für den Tag der offenen Tür gemacht hat.

Wenn man alle Abteilungen besucht hat, konnte man die Fragen mehr oder weniger einfach beantworten (meistens mit etwas Hilfe, weil die Fragen doch noch irgendwie schwer waren (toll wäre es übrigens, wenn die MSW noch die korrekten Antworten online stellen würden, einfach weil mich die Themen tatsächlich noch interessiert haben)), auf jedenfall konnte man problemlos raten. =)

Wir haben natürlich mitgemacht und uns keine grossen Hoffnungen gemacht zu gewinnen, weil eben Fragen schwer.

Als ich gestern nach Hause gekommen bin, hatte ich ein Paket der MSW in unserem Briefkasten. (Ich mag Pakete..)

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Da ich eher selten im Kontakt bin mit der MSW (den Kollegen sehe ich drei mal die Woche anderswo, also erwarte ich keine Post von ihm) hab ich mir schon fast gedacht, das meine Raterei gar nicht mal so schlecht war.

Und tatsächlich:

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Ich habe ein Senklot gewonnen!

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Ich bin mir sicher, das ich schon immer eins haben wollte, obwohl ich keinen Plan habe, für was man das gute Teil nutzen kann, als Bürogummi/Hobbykoch/Kleinzeuchsbastler/ivilein.

Aber nun hab ich eins und bin happy.

Danke MSW! =)

Radfahren in Winterthur

Freitag, 17:00

Ich gucke aus dem Fenster von meinem Büro und überlege mir, ob es wohl wie geplant Hotdogs zum Abendessen geben wird, oder ob wir ohne Brot mal wieder improvisieren müssen. Gleichzeitig studiere ich das Wetter und rechne die Chancen für mich aus, noch vor dem Regen nach Hause zu kommen. Die Chancen stehen schlecht.
Ca 2min später klingelt mein Handy und meinHolder ruft mich an. Er möchte mich abholen, da der Weltuntergang vor der Tür steh (es ist echt dunkel draussen) und wir sowieso kein Brot haben. Aber einkaufen will ich auch nicht. Und auf Pizza hab ich auch keine Lust. Und mein Fahrrad würde dann noch im Büro stehen. Und überhaupt.
Also nicht einkaufen.
Da fällt mir ein, das ich ja noch Silser-Tessiner-Brot vom Mittag habe und wir einigen uns darauf als Hotdog Brötchen Ersatz, weil wir einfach faul sind.

Bleibt also nur noch das Problem mit dem Wetter. Während des Gesprächs fallen erste Regentropfen. Suuuupa!

Ich hab aber noch was zu erledigen, und kann sowieso erst nach Halb-Sechs losfahren. Es windet, aber ist noch trocken.

Die Autofahrer stehen mal wieder ohne Ende und ein paar Schlaumeier blockieren die Kreuzung Zürcherstrasse Richtung Storchenbrücke und weichen daher quer zur Busspur aus. Ich als Radfahrer mag knapp vorbei kommen, aber der Busfahrer wird sich freuen. Ich fahre gegen die Zeit. Wann wird es mit dem Nass von oben anfangen?

Bei der Velobrücke zur Vogelsangstrasse drücke ich frisch fröhlich auf die Fahrradglocke, damit die beiden Jungs auf der Brücke nicht erschrecken und etwas aus dem Weg gehen. Da die beiden trotzdem von meinem Klingeln völlig überrascht sind (mal ehrlich, warum wird hier so selten geklingelt, wenn man mit dem Velo an Fussgängern vorbei fährt??), laufen sie zuerst ineinander und dann wie Hühner auseinander. Zum Glück klingel ich immer schon von weitem, damit die Leute genügend Zeit zum Ausweichen haben. =)

Beim Überholen entschuldigen sie sich (warum eigentlich) und ich mich auch (weil ich sie verwirrt habe) und bedanke mich auch artig, denn es ist ja auch nett, wenn auf das klingeln reagiert wird.

Auf dem Radweg begegne ich fast niemandem, alle sind wohl schon vor dem Gewitter geflohen. Es regnet aber noch nicht und ich bin noch trocken. Heute will mich mal keiner mit seinem Auto abschiessen. Ein guter Tag also.

Beim Mattenbach Radweg werde ich langsam nervös. Werde ich trocken ankommen oder wird es mich auf den letzten 5 Minuten noch völlig verregnen?

Naa?

Ich bin trocken zu Hause angekommen, kurz bevors mit den ersten Schauern angefangen hat. Darüber bin ich nicht extrem unglücklich, auch wenn es meinem Rad mal wieder gut tun würde, gewaschen zu werden (Memo an mich: Velocheck und -wasch und dann endlich die grosse Glocke, ein Ostergeschenk, anbringen)

Übrigens, bin ich eigentlich einer der einzigen Radfahrer in Winterthur, welcher bei einem Stop-Schild auch tatsächlich richtig stoppt, bei einer roten Ampel auch tatsächlich wartet und beim Linksabbiegen zuerst mal guckt ob ev ein Auto kommt und wenn ja, mit Handzeichen und Blickkontakt einspurt?

Manchmal hab ich das Gefühl.

Vor allem wenn mir meine Kollegen sagen: „Doch, ich halte bei Rot! Ausser, wenn……“ 😉

Ihr Schlingel.. =)